Leipziger Hells-Angels-Boss heimlich in sächsischen Knast gebracht

Anfang Januar wurde Marcus M. (34) in Wien von der Spezialeinheit "Cobra" festgenommen.
Anfang Januar wurde Marcus M. (34) in Wien von der Spezialeinheit "Cobra" festgenommen.  © Polizei

Leipzig/Zwickau – Er ist wieder da: Der ehemalige Boss der Leipziger Hells Angels, Marcus M. (34), wurde am Donnerstag in einer Nacht- und Nebel-Aktion zurück nach Sachsen gebracht.

Der nach wochenlanger Fahndung Anfang Januar in Wien festgenommene M. wurde mit einem Transporter nach Leipzig gebracht. Schwer bewacht von mehreren SEK-Polizisten. Dort angekommen, wurde ihm noch am Donnerstagabend der Haftbefehl wegen gemeinschaftlichen Mordes verkündet.

Danach ging es für ihn weiter in die JVA Zwickau. Dieses Gefängnis wurde ausgewählt, weil die anderen drei Inhaftierten der Hells Angels bereits in drei anderen sächsischen Gefängnissen sitzen und zwischen ihnen ein Kontaktverbot besteht.

Wie TAG24 aus Justizkreisen erfuhr, will die Staatsanwaltschaft noch im Februar Anklage erheben.

Marcus M. soll am 25. Juni 2016 an einer Schießerei in Leipzig beteiligt gewesen sein, bei der ein 27 Jahre altes Mitglied des Rockerclubs United Tribuns getötet wurde.

Marcus M. soll an der Schießerei, die zum Tod eines Mitglieds der United Tribuns führte, beteiligt gewesen sein.
Marcus M. soll an der Schießerei, die zum Tod eines Mitglieds der United Tribuns führte, beteiligt gewesen sein.  © Polizei

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