Leipziger Islam-Wissenschaftlerin rät zu mehr Moscheen

Die Al-Rahman Moschee in Leipzig.
Die Al-Rahman Moschee in Leipzig.

Leipzig - Muslime in Sachsen sollten ihre Religion nach Auffassung der Leipziger Islamwissenschaftlerin Verena Klemm (59) öffentlicher leben dürfen.

"Es müssen viel mehr Moscheen sichtbar und gebaut werden", sagte die an der Universität Leipzig lehrende Expertin der "Leipziger Volkszeitung". Im Gegenzug müssten die Moscheen sich öffnen und transparenter werden: "Nur so kann Integration funktionieren."

Religionen dürften sich im öffentlichen Raum präsentieren, im Freistaat aber seien Muslime bislang nach außen kaum sichtbar, stellte Klemm fest. Oftmals kämen sie in Wohnungen zum Gebet zusammen.

"Weil die Ausübung des Glaubens im Privaten und Unsichtbaren stattfindet, herrscht bei Außenstehenden eine große Verunsicherung, die in Ablehnung mündet." Damit würden Muslime ins Abseits gedrängt.

Foto: Ralf Seegers


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