Messe plant winterfestes Flüchtlings-Quartier

THW-Mitarbeiter stellen Betten auf.
THW-Mitarbeiter stellen Betten auf.

Leipzig - Die Leipziger Messe stellt sich darauf ein, bis ins Jahr 2016 hinein Flüchtlinge auf ihrem Gelände zu beherbergen. Bis Mitte Dezember soll die Halle 4 als Notunterkunft genutzt werden.

Die ersten geflüchteten Menschen wurden in der Nacht zum Mittwoch dort erwartet. Zudem sei geplant, auf dem Freigelände neben der Halle ein winterfestes Quartier einzurichten, sagte Messe-Sprecher Steffen Jantz am Dienstag.

Das solle die Halle 4 als Notunterkunft ablösen, wenn die Messe ihre Räumlichkeiten für große Veranstaltungen wie die Leipziger Buchmesse wieder selbst benötige.

Die Flüchtlinge in der Halle 4 sollen vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut werden. Bei voller Auslastung von bis zu 2.000 Menschen sollen hier 120 DRK-Mitarbeiter in drei Schichten arbeiten.

Für die Flüchtlinge wurden in der 20.000 Quadratmeter großen Halle aus Messe-Systembauten Schlafabteile errichtet, in denen jeweils neun Feldbetten stehen. "Ein wenig Privatsphäre können wir so gewährleisten", sagte DRK-Sprecher Kai Kranich.

Je 130 Toiletten und Duschen sollen zur Verfügung stehen. Die Halle wurde seit Montagabend im Eiltempo eingerichtet.

So sieht ein Schlafabteil aus.
So sieht ein Schlafabteil aus.
Bis Mitte Dezember soll die Halle 4 als Notunterkunft genutzt werden.
Bis Mitte Dezember soll die Halle 4 als Notunterkunft genutzt werden.

Fotos: Ralf Seegers


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