Wird dieses Leipziger Viertel jetzt autofrei?

Im häufig von Radfahrern frequentierten Musikviertel soll es bald Fahrradstraßen geben, um Unfälle mit Autos zu vermeiden.
Im häufig von Radfahrern frequentierten Musikviertel soll es bald Fahrradstraßen geben, um Unfälle mit Autos zu vermeiden.  © 123RF

Leipzig - Dass Leipzig ziemlich Fahrradverrückt ist und sich die Infrastruktur deshalb nach und nach den Drahtesel-Liebhabern anpasst, ist kein Geheimnis. Jetzt könnte es so weit kommen, dass beinahe ein ganzer Stadtteil von den Zweirädern dominiert wird.

Konkret geht es um einen Antrag, den das Jugendparlament beim Stadtrat eingereicht hat. Die jungen Leute schlagen vor, die Beethovenstraße, die Straße des 17. Juni, die Wächterstraße und die Wilhelm-Seyfferth-Straße im Musikviertel zu Fahrradstraßen zu machen.

Der Grund: In diesen Straßen befinden sich die Hochschule für Musik und Theater, das Geisteswissenschaftliche Zentrum, die Hochschule für Grafik und Buchkunst und die Albertina. Allesamt Anstalten, die tagtäglich von vielen der 45.000 Studierenden in Leipzig besucht werden. Und die sind nun mal vorwiegend auf dem Drahtesel unterwegs!

"Problematisch ist jedoch hier die Verkehrssituation; die Straßen sind trotz beidseitig parkendender Autos breit genug, dass zwei Autos aneinander vorbeifahren können, an das Überholen von Fahrradfahrern mit dem gesetzlichen Mindestabstand jedoch nicht zu denken ist. Da dies leider trotzdem gemacht wird, entstehen somit eine unglaublich gefährliche Situationen für Radfahrer, die regelmäßig zwischen die Fronten geraten", heißt es in der Vorlage. "Diese Situation wird auch durch ausparkenden Autos und Schlaglöcher nicht verbessert."

Durch Fahrradstraßen in diesen Bereichen soll Radfahrern der Vorrang gegeben werden, das Musikviertel könnte dadurch sicherer und ruhiger werden. "Dies würde auch die Infrastruktur an Cafés, Restaurants und Bars fördern und gerade im Sommer mehr Leben auf die Straße bringen."

Ob der Vorschlag durchgewinkt wird, zeigt sich nach der Versammlung des Dezernats Stadtentwicklung und Bau am 13. Februar.


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