Leipziger Ökostrom-Unternehmen hat Insolvenz angemeldet

CLENS setzt jährlich Millionen um. Trotzdem reißt die italienische Mutterfirma das Leipziger Unternehmen mit in den Ruin. (Symbolbild)
CLENS setzt jährlich Millionen um. Trotzdem reißt die italienische Mutterfirma das Leipziger Unternehmen mit in den Ruin. (Symbolbild)  © DPA

Leipzig - Der Leipziger Energiedienstleister Innowation GmbH / Clean Energy Sourcing (kurz: CLENS) hat Insolvenz angemeldet.

Das bestätigt das Unternehmen nun in einer Pressemitteilung. Betroffen sind auch ihre Tochtergesellschaften Clean Energy Markets Access GmbH, Clean Energy Direkt GmbH und SP Energy Control GmbH. Der Antrag ging am 14. November beim Amtsgericht Leipzig ein.

In einer Erklärung heißt es: "Die Gründe für die Unternehmenskrise liegen außerhalb des operativen Geschäftsbetriebs der CLENS Gruppe. Handelsentscheidungen auf Gruppenebene brachten die italienische Innowatio Gruppe, zu der CLENS gehört, Ende vergangenen Jahres in eine anhaltende, finanzielle Schieflage. Dies blieb nicht ohne Auswirkungen auf die Tochterunternehmen der Innowatio S.p.A."

Insolvenzverwalter ist Dr. Philipp Hackländer (White & Case). Er soll dafür Sorge tragen, dass das Unternehmen sowie alle 75 Arbeitsplätze an den Standorten Leipzig und Frankfurt (Main) erhalten bleiben. Hackländer führte bereits Gespräche mit potenziellen Investoren, die an einer Übernahme interessiert wären. CLENS erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von knapp 500 Millionen Euro.

Die CLENS Gruppe wird die Stromlieferungen an ihre Gruppen unverändert fortsetzen.


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