Trotz steigender Fahrgastzahlen: Leipziger Linke wettert gegen LVB

Leipzig - 400.000 Fahrgäste mehr als im Vorjahr waren 2018 mit Bussen und Bahnen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) unterwegs. Trotz einer weiteren Steigerung gab das Unternehmen auch ein deutliches Abflachen der Nutzerzahlen bekannt. Laut Leipzigs Linken-Fraktion soll es dafür drei einfache Gründe geben: Personalmangel, ein unzureichender Fuhrpark und hohe Fahrpreise.

Trotz steigender Fahrgastzahlen sehen sich die LVB herber Kritik gegenüber. (Symbolbild)
Trotz steigender Fahrgastzahlen sehen sich die LVB herber Kritik gegenüber. (Symbolbild)  © DPA

Bisher habe die LVB die Probleme noch irgendwie kompensieren können. "Offensichtlich ist nunmehr ein Punkt erreicht, wo dies nicht mehr möglich ist", erklärte Franziska Riekewald, verkehrspolitische Sprecherin der Leipziger Linken-Fraktion, am Mittwoch.

Als Beispiel nannte Riekewald die Linien 2, 8 und 10, die mittlerweile dauerhaft im Ferienmodus unterwegs sein sollen. Wenn es darüber hinaus auf weiteren Bus- und Bahnlinien zu Ausfällen kommt, "kann naturgemäß nicht die gleiche Anzahl von Fahrgästen unterwegs sein", so die Stadträtin.

Die LVB hatte bereits am Dienstag die Fahgastzahlen 2018 veröffentlicht und dabei ein Plus von 400.000 auf 156,4 Millionen beförderte Fahrgäste bekannt gegeben. Dabei bemerkte das Unternehmen jedoch an, dass der Zuwachs im vergangenen Jahr weit weniger rasant verlaufen sei.

Im dritten Quartal sei es zu einem spürbaren Abflachen der Nutzerzahlen gekommen. Die LVB begründete dies mit den anhaltend hohen Temperaturen sowie der trockenen Witterung, durch die viele Menschen gar nicht oder auf anderem Wege in die Innenstadt reisten. Als weitere Gründe für das schwächere Wachstum wurden unter anderem die Konstellation von Feiertagen sowie der Ferien im Jahr 2018 genannt.

Riekewald stimmte dem Unternehmen zwar bei, dass es mehrere Gründe für den geringeren Zuwachs gebe und dabei auch Wetter und Konstellation der Feiertage eine Rolle spielen könnten. "Aber keinesfalls in erster Linie und allein."

Die Stadträtin warnte vor weiteren Abwanderungen beim Fahrpersonal, sollten deren Bedingungen nicht verbessert werden. Darüber hinaus mahnte sie nochmals die hohen Preise für Bus und Bahn an. "Es ist höchste Zeit, dass sich die LVB ihren Problemen stellen."

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