Leipzigs kultige Leuchtreklame feiert ihr Comeback!

Mit dem Abriss der Brühl-Gebäude verschwand der Schriftzug. Ein Rechtsstreit mit einem Grundstücksnachbarn verhinderte bisher das Comeback der Leuchtreklame.
Mit dem Abriss der Brühl-Gebäude verschwand der Schriftzug. Ein Rechtsstreit mit einem Grundstücksnachbarn verhinderte bisher das Comeback der Leuchtreklame.  © Herbert Lachmann/Stadtarchiv, Ralf Seegers

Leipzig - Noch verstaubt sie in einer Halle, doch schon bald wird sie wieder zu sehen sein: Leipzigs Leuchtreklame mit dem berühmten Goethe-Zitat "Mein Leipzig lob' ich mir".

Der Rechtsstreit um die kultige Leuchtreklame ist beigelegt. Damit kann die dreiteilige Konstruktion schon bald ihren Platz auf dem Dach der Höfe am Brühl einnehmen.

Die Leuchtreklame aus den 70er Jahren war im Zuge des Abrisses der Brühl-Platten für den Neubau des Einkaufszentrums eingelagert worden. Eigentlich sollte sie später wieder zum Brühl zurückkehren, doch die Eigentümer des gegenüberliegenden Grundstücks wehrten sich dagegen.

Sie legten Einspruch gegen die Baugenehmigung für den Schriftzug ein. Der Grund: Auf dem Grundstück gegenüber der Leuchtreklame befindet sich auch das Mariott Hotel. Etwa 70 Zimmer wären in der Nacht durch den Schriftzug zu stark beleuchtet worden.

Und so brachte erst der Verkauf des Grundstücks an die TLG Immobilien AG im vergangenen Jahr den Durchbruch. Die Stadt Leipzig und der neue Nachbar einigten sich zusammen mit dem Hotel auf einen Vergleich: Der nach Osten leuchtende Teil der Reklame wird künftig abends abgeschaltet. Spätestens um 22 Uhr sollen die Lichter ausgehen und erst in den Morgenstunden wieder eingeschaltet werden. Die beiden nach Norden und Süden ausgerichteten Teile bleiben dagegen auch nachts in Betrieb.

Wann genau das leuchtende Goethe-Zitat wieder zu sehen ist, teilte die Stadt nicht mit.

Titelfoto: Ralf Seegers


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