Feuertod nach Trennung? Tragisches Familiendrama erschüttert Sachsen

Leisnig - Um 7 Uhr heulten in Leisnig (8400 Einwohner) die Sirenen: An der Sonnenstraße stiegen dicke Rauchwolken aus einem Zweifamilienhaus in die Luft, Flammen schlugen aus den Fenstern und dem Kamin. Wenig später die traurige Gewissheit: In der Feuersbrunst starb ein Mensch.

In diesem Haus spielte sich das Feuer-Drama von Leisnig ab.
In diesem Haus spielte sich das Feuer-Drama von Leisnig ab.  © Sven Bartsch

Eine ruhige Siedlung, direkt an der S 44. Hier waren Marko M. (35) und seine Frau, eine Altenpflegerin, vor acht Jahren eingezogen. Eine gemeinsame Tochter, im Garten ein Pool - doch die Idylle bröckelte in letzter Zeit. Die Frau zog laut Nachbarn mit ihrer Tochter aus. Am Freitagmorgen dann das Feuer.

René Gentzsch (40), stellvertretender Wehrleiter: "54 Kameraden rückten in 13 Fahrzeugen an." Sie kämpften bis in die Mittagsstunden gegen die Flammen. Rauch machte sich in der Nachbarschaft breit. Polizeisprecherin Maren Göhler: "Eine Nachbarin (79) wurde aufgrund der starken Rauchentwicklung zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht."

Im Inneren des Brandhauses dann der grausige Fund: Im Wohnzimmer lag die verbrannte Leiche eines Mannes. Alles deutet darauf hin, dass es sich um Marko M. handelt. Trieb die Einsamkeit, der geplatzte Traum vom Familienglück, den Mann in den dramatischen, womöglich selbstgewählten Tod? Nachbarn beschrieben den 35-Jährigen als hilfsbereit, freundlich.

Die Brandursachenermittler der Polizei konnten erst am Freitagnachmittag in die Ruine, das Ergebnis steht noch aus. Eine Obduktion soll jetzt endgültig klären, um wen es sich bei dem Toten handelt.

Titelfoto: Sven Bartsch

Mehr zum Thema Feuerwehreinsätze: