Selbstmord, Unfall oder Verbrechen? Neue Rätsel um den verschwundenen Studenten

Leisnig - Was geschah mit Christian (20)? Seit der Neujahrsnacht wird der Student aus Leisnig vermisst. Seine Spur verliert sich an einer Brücke über die Mulde (TAG24 berichtete). Alles deutete auf einen Unfall oder sogar Selbstmord hin. Doch es gibt neue Zweifel - war alles anders?

Christian (20) verschwand in der Neujahrsnacht.
Christian (20) verschwand in der Neujahrsnacht.  © Polizei

Der Vater des jungen Mannes glaubt nicht, dass sein Sohn an der Fischendorfer Brücke verschwand. Dort wurden zwar Kleidungsstücke des Vermissten gefunden. Aber: Mittlerweile gibt es eine Zeugin, die vormittags dort entlanglief und da keine Kleidung liegen sah.

Die Jacke auf der Brücke war allerdings kaum nass - trotz strömenden Regens in der Nacht. Außerdem fehlten das Handy sowie Bargeld des Studenten. Dirk (48) zu TAG24: "Wir haben Silvester noch fröhlich telefoniert, Christian sagte uns für einen gemeinsamen Sommerurlaub zu."

Die Vermutung: Christian wurde Opfer eines Verbrechens, seine Kleidung nur als Ablenkung an der Brücke abgelegt. Der verzweifelte Vater vermutet auch, dass sein Sohn nicht zur Brücke, sondern entgegengesetzt in Richtung REWE-Markt lief: "Das Gartentor auf unserem Grundstück stand offen. Außerdem wurde um 4.05 Uhr ein Mann mit einem Handy in der Hand von den Videokameras des Marktes gefilmt." Die Vermutung: Christian M. wollte am Markt Bekannte treffen.

Die Polizei hält sich bedeckt. Aber: Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob es einen Anfangsverdacht für eine Straftat gibt. Sprecherin Ingrid Burghart (55): "Eine Entscheidung, Ermittlungen wegen des Verdachts auf ein Tötungsverbrechen einzuleiten, ist noch nicht getroffen worden."

Seit zwei Wochen wird der Student vermisst, Polizeitaucher suchten tagelang auf der Mulde.
Seit zwei Wochen wird der Student vermisst, Polizeitaucher suchten tagelang auf der Mulde.  © Sven Bartsch

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