Fünf Wochen zu Unrecht in der Psychiatrie

Gegen ihren Willen wurde eine Frau aus dem Kreis Lippe in eine Klinik eingewiesen. (Symbolfoto)
Gegen ihren Willen wurde eine Frau aus dem Kreis Lippe in eine Klinik eingewiesen. (Symbolfoto)  © 123RF

Lemgo - Fünf Wochen lang gegen den eigenen Willen in die Psychiatrie gesperrt zu werden, findet selbst der Bundesgerichtshof zu viel.

Es geht um eine Frau aus dem Kreis Lippe. Ihr Betreuer wollte die unter Schizophrenie leidende Frau in eine Klinik einweisen lassen.

Die Frau wehrte sich, kündigte an, keine Medikamente nehmen zu wollen. Ein Gutachter bescheinigte, dass eine Verfestigung der Krankheit drohe.

Das Amtsgericht Lemgo stimmte der Einweisung zu. Die Frau wehrte sich dagegen - doch ihr Beschwerdeantrag vorm Landgericht Detmold hatten keinen Erfolg.

Zu Unrecht, wie jetzt der Bundesgerichtshof entscheid. "Eine freiheitsentziehende Maßnahme bedeutet einen schweren Grundrechtseingriff", urteilte das Gericht.

Das Gericht habe die Frau durch die Zwangseinweisung in ihrem Freiheitsgrundrecht verletzt.


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