Geldstrafe für FDP-Politiker: Er soll Kinderpornos verbreitet haben

Der FDP-Politiker zog im Mai seine Kandidatur für die Bundestagswahl zurück. (Symbolbild)
Der FDP-Politiker zog im Mai seine Kandidatur für die Bundestagswahl zurück. (Symbolbild)  © DPA

Lemgo - Der wegen Besitzes von Kinderpornos in Verdacht geratene FDP-Politiker (50) aus Lemgo soll laut Staatsanwaltschaft Detmold zu einer Geldstrafe verurteilt werden. Von seinen politischen Ämtern trat der 50-Jährige schon im Mai vollständig zurück.

Der Politiker soll 2016 Bilder in einem Chat-Room verbreitet haben. Seit Monaten laufen die Ermittlungen gegen den Lemgoer.

Im März hatten die Ermittler das Büro und das Haus des Diplom-Fachwirts durchsucht und auf den privaten Rechnern sowie Speichermedien über 250 belastende Bilddateien gefunden.

Bei den Dateien handelte "es sich überwiegend um sogenannte Jugendpornographie. Es befanden sich aber auch 21 Dateien mit pornographischen Abbildungen von Kindern unter den Bildern", hieß es weiter.

Bekannt wurden die Ermittlungen erst, als der Politiker im Mai seine Kandidatur für die Bundestagswahl zurückgezogen hat und angab, dass die Staatsanwaltschaft Detmold gegen ihn ein Verfahren am Laufen hat.

Die Akten sind dem Amtsgericht Lemgo geschickt worden, welches nun entscheiden muss, ob es den beantragten Strafbefehl gibt oder eine Verhandlung vor Gericht geben soll. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Geldstrafe von 15.000 Euro.

Sollte der FDP-Politiker Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen, könnte er selbst für eine öffentliche Verhandlung sorgen. Derzeit arbeitet der 50-Jährige als Beamter beim Kreis Herford.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0