"Dreiste Kopie": Täuscht Lidl mit dieser Limo seine Kunden?

Hamburg - In einem offenen Brief hat sich der Hamburger Limonaden-Hersteller Lemonaid jetzt an den Discounter Lidl gewandt.

Die Gegenüberstellung des Limonaden-Herstellers: Links das Produkt von Lemonaid, rechts das von Lidl.
Die Gegenüberstellung des Limonaden-Herstellers: Links das Produkt von Lemonaid, rechts das von Lidl.  © dpa/Lemonaid (Bildmontage)

Mit dem Titel "Ganz schön billig, Lidl!" fordert der Hersteller Lidl auf: "Hört auf, Eure Regale mit billigen Lemonaid-Fakes zu füllen!"

Die farbenfrohen Glasflaschen von Lemonaid kennt man mittlerweile in ganz Deutschland. Was als kleiner Limonadenverkauf in St. Pauli begann und sich dann nach und nach in Bioläden durchsetzte, ist mittlerweile ein Klassiker im Supermarktregal: Eine Limonade, die damit wirbt, aus 100% natürlichen Bio-Zutaten zu bestehen und noch dazu Sozialprojekte zu finanzieren.

Bei Lidl stehen jetzt aber ganz ähnliche Produkte im Regal. Dabei ähneln sie dem Original aber offenbar nur im äußeren Erscheinungsbild, denn "der Discounter hat unsere Drinks kopiert - und das verdammt schlecht", heißt es in dem offenen Brief.

Und weiter: "Jede verkaufte Flasche Lemonaid finanziert Sozialprojekte in den Anbauregionen – Lidls Drinks sorgen nur für noch mehr Konzerngewinne (...). So eine dreiste Kopie sollte sich nicht lohnen!"

Lemonaid-Gründer Paul Bethke wirft dem Konzern klare Kunden-Täuschung vor. "Gleiche Optik – gänzlich anderer Inhalt: kein Bio, kein Fairtrade, stattdessen viel Zucker, Farbstoffe und Säuerungsmittel – null sozialer Beitrag", schreibt er an den Vorstandsvorsitz von Lidl und schließt seinen Brief mit diesem Aufruf: "Was zu tun ist, sollte klar sein. Wir sind gespannt, ob unser Brief zu Maßnahmen Ihrerseits führt."


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0