Nach Großbrand im Vogtland: Muss Kindergarten umziehen?

Lengenfeld - Das Großfeuer in Heinsdorfergrund und seine Folgen: Die 26 Kinder im privaten Kindergarten in Schönbrunn müssen seit Tagen im Haus spielen, weil das Gelände mit Schadstoffen verseucht sein könnte. Die Betreiber überlegen, die Kita vorläufig zu schließen.

Giftige Qualmwolke über dem Vogtland: Ein Kindergarten will jetzt umziehen.
Giftige Qualmwolke über dem Vogtland: Ein Kindergarten will jetzt umziehen.  © NEWS5/Fricke

Vorigen Mittwoch war die Galvanikfirma GTO abgebrannt, Salzsäure war ausgetreten und eventuell mit der Rauchwolke nach Lengenfeld geweht worden.

Der Vogtlandkreis gab eine Warnung heraus - keine Gartenfrüchte essen, Nutztiere im Stall halten, Vorsicht bei Honig, Sand auf Spielplätzen austauschen. Doch Ergebnisse der Luft- und Bodenproben gibt es noch immer nicht.

Kita-Betreiber Jens Langner (49) kann es nicht länger verantworten, die Kinder im Haus einzusperren: "Wir suchen einen Ausweichstandort." Langner und seine Frau Silke (48) sind mit den Nerven am Ende: "Wir rufen täglich bei den Behörden an, erfahren aber nichts. Auch die Eltern sind aufgebracht."

Geschockt ist der Imker Martin Pietsch (81): "Das Veterinäramt holte bei uns frischen Honig zur Kontrolle ab. Wir machen uns große Sorgen, dass unsere Natur vergiftet sein könnte."

Titelfoto: NEWS5/Fricke

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