Lenkradkralle vergessen. Da kippte Opas Auto um

Nachbar Siegfried Engelmann (71) zeigt den Zaun, der bei dem Unfall beschädigt wurde.
Nachbar Siegfried Engelmann (71) zeigt den Zaun, der bei dem Unfall beschädigt wurde.

Von Bernd Rippert

Werdau - Da hat der Rentner (78) nicht richtig aufgepasst. Am Montagabend wollte er in der Heinrich-Heine-Straße in Werdau bei Zwickau sein Auto umparken, vergaß aber, die Lenkradkralle um Steuer und Bremse zu lösen.

Folge: Der Wagen rollte los, als er den Motor kommen ließ, walzte einen Zaun platt und kippte auf die Seite. Der Senior blieb unverletzt.

Nachbar Siegfried Engelmann (71) staunte: „Als ich aus meinem Fenster schaute, sah ich zwei Räder in die Luft ragen. Als ich rauslief, lag mein Stahlzaun im Garten, davor der Suzuki Ignis meines Nachbarn auf der Seite. Ich war froh, dass er sich selbst befreien konnte.“

Zum Glück kam der Mann (78) mit einem Schrecken und einem Sachschaden am Auto davon.
Zum Glück kam der Mann (78) mit einem Schrecken und einem Sachschaden am Auto davon.

Der 78-Jährige, der nicht mit MOPO24 sprechen wollte, hatte in der Dunkelheit keinen Blick für seine Lenkradkralle. Ein gefährlicher Fehler, denn: „Die Kralle macht das Lenken und Bremsen unmöglich“, weiß Polizeisprecherin Annett Münster (37).

„Diese Unfallursache ist sehr selten.“

Zum Glück ist der Rentner körperlich noch sehr fit. Er krabbelte nahezu unverletzt aus seinem auf der Beifahrerseite liegenden Auto. Der Schaden liegt bei 1000 Euro.

Der Unglücksfall heizt die Diskussion um Gesundheitstests für Senioren am Steuer erneut an. Der Vorsitzende des Automobilclubs Europa in Sachsen-Süd, Jörg Vieweg (43): „Wir schlagen eine freiwillige Überprüfung der Fahrtüchtigkeit vor, bezahlt von den Krankenkassen.“

Fotos: Bernd Rippert, Polizei Sachsen


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