Sächsisches Dorf sticht den Westen aus

In Leppersdorf wird die Produktion der HOMANN Feinkost GmbH zusammengelegt.
In Leppersdorf wird die Produktion der HOMANN Feinkost GmbH zusammengelegt.

Leppersdorf - Die HOMANN Feinkost GmbH wird die Produktion ihrer Werke Dissen, Lintorf, Bottrop und Floh-Seligenthal (Thüringen) ab 2020 am Standort Leppersdorf bei Pulsnitz zusammenführen. Das hat der Aufsichtsrat des Unternehmens entschieden.

Das Projekt umfasst Investitionen von insgesamt rund 500 Millionen Euro.

Die Umsiedlung ist bei den westdeutschen Standorten hoch umstritten. Betriebsräte und Belegschaft hatten in den vergangenen Wochen hart um den Verbleib gekämpft.

Nun aber hat Leppersdorf den Zuschlag erhalten. Die Belegschaft wird um rund 800 Beschäftigte auf rund 3300 wachsen.

Den westdeutschen und thüringischen Mitarbeitern soll nun ein Wechsel an den Standort Leppersdorf angeboten werden.

Update, 15:40 Uhr: Wirtschaftsminister Martin Dulig (43, SPD) begrüßt die Entscheidung.

"Ich freue mich über die Entscheidung der Unternehmensleitung Theo Müller, am Standort Leppersdorf ein modernes Lebensmittelwerk zu errichten. Für den Freistaat und insbesondere für den ostsächsischen Raum ist die Ansiedlung ein positives Signal und spricht für die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Sachsen. Im Zuge der Ansiedlung erhoffen wir uns auch zusätzliche positive Arbeitsplatzeffekte für die Region", so der Minister Martin Dulig (43, SPD).

Hintergrund: Das Unternehmen möchte den Unternehmensstandort in Leppersdorf erweitern und eine moderne Produktionsstätte für Feinkostsalate und Dressings in Europa errichten.

Der Freistaat Sachsen wird, wie bei jedem anderen Ansiedlungsvorhaben, die Erweiterung mit den zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen.

Update, 16:23 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich zu HOMANN

"Die Entscheidung ist ein toller Beweis für den Investitionsstandort Sachsen und gleichzeitig ein Vertrauensbeweis für die Mitarbeiter am Standort Leppersdorf. Dies stärkt die Lebensmittelbranche im Freistaat und ist eine weitere gute Nachricht auch für die Wirtschaft in Ostsachsen. Freistaat und Landkreis werden gemeinsam mit dem Unternehmen die geplante Ansiedlung begleiten und umsetzen. Es würde mich freuen, wenn viele Beschäftigte aus den bisherigen Werken eine Perspektive in Sachsen sehen", so Tillich am Freitag.


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