Küstenwache rammt Flüchtlingsboot! 7 Tote

Das gerammte Boot sank innerhalb kürzester Zeit.
Das gerammte Boot sank innerhalb kürzester Zeit.

Lesbos - Sie waren so weit gekommen, Hunderte Kilometer von Bomben und Krieg aus Syrien geflohen. Kurz vor der sicheren Ankunft in Griechenland geschah dann das Unglück.

Auf ein kleines Holzboot gepfercht, trieben knapp 40 Flüchtlinge vor der Insel Lesbos. Als die Küstenwache es sicher zum Ufer schleppen wollte, kollidierte sie mit dem Holzkutter, der darauf zerbrach.

In Sekundenschnelle ging das Bott unter. 31 Menschen konnten gerettet werden, für mindestens sieben kam jede Hilfe zu spät. Darunter zwei Frauen, ein Baby, ein Mann und drei Kinder.

Die Umstände, die zur Kollision führten, wurden zunächst nicht bekannt. Die Flüchtlinge hatten zuvor ein Notsignal gesendet. Die Ägäis ist eine der Routen, über die Flüchtlinge nach Europa kommen.

Seit Jahresbeginn sind nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) mehr als 445 000 Migranten in Griechenland angekommen. In ihrer Mehrheit reisen sie nach Westeuropa weiter.

Der Leichnam eines jungen Mädchens wird ans Ufer getragen.
Der Leichnam eines jungen Mädchens wird ans Ufer getragen.

Fotos: dpa


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