Ingolf Lück siegt sensationell bei "Let's Dance" und schreibt damit Geschichte

Köln - Das Pulbikum in Ekstase, Standing Ovations und laute "Zugabe"-Rufe: Ingolf Lück (60) war im Finale der RTL-Tanzshow "Let's Dance" nicht nur der Liebling des Studio-Publikums. Mit der höchsten Jurywertung und den meisten Zuschaueranrufen sicherte er sich auch den Sieg.

Können ihr Glück kaum fassen: Ingolf Lück und Ekaterina Leonova sichern sich im "Let's Dance"-Finale 2018 den Pokal.
Können ihr Glück kaum fassen: Ingolf Lück und Ekaterina Leonova sichern sich im "Let's Dance"-Finale 2018 den Pokal.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Im Halbfinale vor einer Woche hatte der TV-Moderator noch mit Abstand die wenigsten Punkte der Jury bekommen. Und reagierte dann umso überraschter, dass die Zuschauer ihn trotzdem ins Finale wählten.

Doch dort tanzte er am Freitagabend seine beiden Konkurrentinnen an die Wand - Punkte-Höchstzahl von Jury und Publikum. Und so heißt der Sieger der elften "Let's Dance"-Staffel Ingolf Lück.

Mit 60 Jahren ist der Komiker und Entertainer laut RTL der bisher älteste Gewinner der Tanzshow und darf sich jetzt "Dancing Star 2018" nennen. Er tritt damit die Nachfolge von Vorjahressieger und Musiker Gil Ofarim (35) an.

Für Lücks Tanzpartnerin Ekaterina Leonova (31) ist es der zweite Sieg in Folge. Auch das ist ein Novum in der Geschichte von "Let's Dance", denn noch nie zuvor war es einem Sieger gelungen, seinen Triumph im Folgejahr mit einem neuen Promi an der Seite zu wiederholen.

Judith Williams und Barbara Meier ohne Chance

Als tollkühner Held Shrek und Prinzessin Fiona begeisterten Infolg Lück und Ekaterina Leonova mit ihrem Freestyle die Zuschauer.
Als tollkühner Held Shrek und Prinzessin Fiona begeisterten Infolg Lück und Ekaterina Leonova mit ihrem Freestyle die Zuschauer.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Bei der Finalperformance der Beiden geriet nicht nur Motsi Mabuse (37) ins Schwärmen: "Extrem locker, extrem erfrischend, du siehst aus wie ein junger Hüpfer", sagte die schwangere Jurorin nach Lücks erstem Auftritt.

Sogar der strenge Jury-Hardliner Joachim Llambi (53) gestand, dass er sich mit seiner Aussage über Lück vor Beginn der RTL-Show geirrt hatte: "Große Nase, große Füße, kleines Tanzvermögen – das Letzte nehme ich heute zurück."

Ingolf Lück, unter anderem bekannt aus der "Wochenshow", setzte sich am Freitagabend gegen seine beiden verbliebenen Konkurrentinnen durch.

Die Opernsängerin und Moderatorin Judith Williams (46), die dem TV-Publikum vor allem als Investorin aus der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" bekannt ist, tanzte sich auf den zweiten Platz. Dritte wurde Barbara Meier (31), "Germany's Next Topmodel"-Siegerin im Jahr 2007.

Ingolf Lück in allen drei Tänzen stärkster Promi

Auch in ihren anderen Tänzen, einem Quickstep und einem Tango, blieben die "Let's Dance"-Sieger fehlerfrei und holten die meisten Punkte.
Auch in ihren anderen Tänzen, einem Quickstep und einem Tango, blieben die "Let's Dance"-Sieger fehlerfrei und holten die meisten Punkte.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Bei der elften Staffel waren seit März insgesamt 14 Prominente und Fernsehsternchen an den Start gegangen. In der letzten Sendung traten auch noch einmal alle bereits ausgeschiedenen Kandidaten auf.

Die drei Finalisten mussten jeweils drei Tänze auf dem Parkett präsentieren: Einen Stil, den die Jury bestimmte, einen selbst gewählten Lieblingstanz und zum Schluss einen Freestyle. Bei letzterem wirbelte Lück seine Profi-Tanzpartnerin Ekaterina Leonova als grünes Monster "Shrek" übers Parkett.

"Wahnsinn, wieviel Power du hast", jubelte Mabuse anschließend. Wieder und wieder lobten die Juroren im Laufe der Show Lücks unterhaltsame Art und seine mitreißende Lebensfreude.

Im Unterschied zu seinen beiden Konkurrentinnen wirkte der 60-Jährige weniger verbissen. "Alles, was ich habe, werde ich in dieses Finale stecken", kündigte Barbara Meier vor der Show an. ""Let's Dance" hat mir alles gegeben", sagte Judith Williams.

Beide betonten in Einspielern, wie wertvoll diese "Let's Dance-Reise" für sie gewesen sei, wie die Sendung sie verändert habe.

Vielleicht war es am Ende genau dieses Gefühlsbetonte, was den Zuschauern bei ihnen zu viel war. Und warum sie für Ingolf Lück anriefen, der vor allem Lockerheit und Spaß verkörperte - von der nahezu perfekten Tanzdarbietung mal ganz abgesehen.

Judith Williams und Erich Klann tanzten im Finale unter anderem ihre Version des Musical "Wicked". Das reichte für Platz zwei.
Judith Williams und Erich Klann tanzten im Finale unter anderem ihre Version des Musical "Wicked". Das reichte für Platz zwei.  © Rolf Vennenbernd/dpa
Model Barbara Meier erlaubte sich den ein oder anderen kleinen Patzer. Für sie und Tanzpartner Sergiu Luca wurde es am Ende Platz drei.
Model Barbara Meier erlaubte sich den ein oder anderen kleinen Patzer. Für sie und Tanzpartner Sergiu Luca wurde es am Ende Platz drei.  © Rolf Vennenbernd/dpa

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