Letzte Chance für das Sachsenbad: Verein will Schwimmbad retten

Dresden - Das ist wohl die letzte Gelegenheit, um das Sachsenbad als öffentliches Schwimmbad zu retten.

Kurt Schilling (72), Heidi Geiler (64) und Christine Swaboda (82) setzen sich für den Erhalt des Sachsenbades als Schwimmhalle ein.
Kurt Schilling (72), Heidi Geiler (64) und Christine Swaboda (82) setzen sich für den Erhalt des Sachsenbades als Schwimmhalle ein.  © Steffen Füssel

Es steht bereits ein Investor bereit, der andere Pläne verfolgt und aus dem Schwimmbecken einen großen Coworking-Bereich machen will. Doch nun haben die Mitglieder der Sachsenbadinitiative bei Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (48, FDP) die Durchführung eines Bürgerforums beantragt.

Dort sollen Bürger, Stadträte und OB gleichberechtigt ihre Meinung austauschen. Dafür wurden in den vergangenen Monaten rund 3000 Unterschriften gesammelt. Nötig sind 2500. Es ist die erste Bürgerbeteiligung nach der neuen Beteiligungssatzung. 

Nun ist der OB am Zug. Er muss laut Satzung "in geeigneter Form eine allgemeinverständliche Darstellung des Standes des Vorhabens“ veröffentlichen.

Innerhalb von sechs Wochen ist dann das Bürgerforum einzuberufen, auf dem auch Empfehlungen verabschiedet werden. Die muss der Stadtrat in öffentlicher Sitzung behandeln. Weicht er von den Empfehlungen ab, muss das begründet werden. 

Ob hier wohl jemals wieder geschwommen wird?
Ob hier wohl jemals wieder geschwommen wird?  © Thomas Türpe

Das Sachsenbad solle andere Dresdner Bäder entlasten

Seit 1994 ist das Sachsenbad geschlossen.
Seit 1994 ist das Sachsenbad geschlossen.  © Thomas Türpe

"Wir sind gespannt, wie sich das entwickelt", sagt die Vereinsvorsitzende von Pro Pieschen und Unterstützerin der Sachsenbadinitiative, Heidi Geiler (64). 

Ihr Ziel ist klar: "Wir wollen, dass das sanierte Sachsenbad als Teil des städtischen Bäderkonzeptes wieder in Betrieb geht."

In Dresden fehle Wasserfläche und das Sachsenbad werde als Gesundheitsbad gebraucht, um die anderen städtischen Bäder zu entlasten. 

"Die Dresdner sollen sich beim Bürgerforum aber selbst eine Meinung bilden und mit den Stadträten ins Gespräch kommen", sagt sie.

Titelfoto: Steffen Füssel

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