"Letztes Notsystem!" Kältehilfe für Obdachlose startet in 30. Saison

Berlin - Mit dem Start in die 30. Kältehilfe-Saison haben die Organisatoren eine verstärkte Bekämpfung der Ursachen von Wohnungs- und Obdachlosigkeit gefordert.

Nach Schätzungen leben 6000 bis 8000 Menschen in Berlin auf der Straße.
Nach Schätzungen leben 6000 bis 8000 Menschen in Berlin auf der Straße.  © dpa/Paul Zinken

Die Kältehilfe mit ihren Notübernachtungsplätzen sei ein "letztes Notsystem", nachhaltige Lösungen seien jedoch am Anfang der Kette gefordert, sagte der Vorsitzende der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege (Liga Berlin), Oliver Bürgel, am Dienstag in Berlin.

Erforderlich seien zum Beispiel Maßnahmen, um Miet- und Energieschulden zu vermeiden.

"Die rasante Ausweitung der Kältehilfe muss ein Ende haben", betonte Caritasdirektorin Ulrike Kostka. Mit mehr Plätzen werde das eigentliche Problem nicht gelöst und man laufe Gefahr, Provisorien zum Dauerzustand zu machen. "Was wir vor allem brauchen, sind bezahlbare Wohnungen", sagte Kostka.

Vom gestrigen Dienstag an stehen laut Senatsverwaltung für Soziales gut 440 Schlafplätze im Warmen zur Verfügung, bis Jahresende sollen es mehr als 1150 sein. Nach Schätzungen leben 6000 bis 8000 Menschen in Berlin auf der Straße.

Titelfoto: dpa/Paul Zinken

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