Brutaler Mord: Mann erschlägt Frau mit Hammer!

Dresden - Als alles Geld im Casino verzockt war, er den Job verloren hatte und die DREWAG drohte, den Strom abzustellen, fasste Helmut K. (61) einen folgenschweren Entschluss. "Meine Gattin und ich sollten diesen Erdball verlassen", so der Taxifahrer.

Die Tatwaffe, ein Bello-Hammer, wurde am gestrigen Freitag dem Gericht vorgelegt.
Die Tatwaffe, ein Bello-Hammer, wurde am gestrigen Freitag dem Gericht vorgelegt.  © Steffen Schulze

Und so erschlug er im Juni seine Frau Erika (77) mit einem Hammer in ihrer Wohnung in Leubnitz-Neuostra. "Leider fand ich für mich keine Lösung. Deshalb sitze ich jetzt hier", so der Mann im Landgericht Dresden, wo er wegen Mordes angeklagt ist.

Seit 27 Jahren waren Erika und Helmut ein Paar, seit 2015 verheiratet. Aber er spielte seit dem 16. Lebensjahr, war ständig in Geldnot. Miete und Strom wurden schon lange nicht mehr bezahlt, Kredite nicht mehr bedient. Die Schulden türmten sich auf über 30.000 Euro.

Um die nötigsten Löcher zu stopfen, griff der Taxifahrer in die Kasse der Firma, ließ mehr als 1 500 Euro verschwinden. Als er aufflog, wurde er sofort gekündigt. Das war am Freitag, den 15. Juni. "Für den Montag hatte die DREWAG angedroht, den Strom abzudrehen. Ich hatte schon mal eine Insolvenz. Das würde meine Gattin nicht nochmal durchstehen. Und erzählen wollte ich ihr das auch alles nicht."

So griff er zu einem Ein-Kilo-Hammer und zertrümmerte der schlafenden Frau mit neun Schlägen den Schädel. "Ich nahm dann Schlafmittel. Aber es wirkte nicht. Danach lief ich ziellos durch Strehlen, wollte mich umbringen. Aber ich fand keine geeignete Lösung." In der Nacht zu Mittwoch rief er die Polizei, sitzt seither in U-Haft.

Frank W. (48), der Sohn der Toten, sagte, Erika sei der finanzielle Rückhalt für Helmut gewesen. Er habe sie zum Spielen gebracht. "Die Familie wollte Mutter helfen. Aber ihr Hilfebedürfnis ihm gegenüber war größer. Es war schrecklich zu sehen, wie sie sich um Kopf und Kragen spielten." Prozess wird fortgesetzt.

Helmut K. (61) gestand, im Juni seine Frau erschlagen zu haben. Im Juli stellte er sogar noch einen Antrag auf Hinterbliebenenrente!
Helmut K. (61) gestand, im Juni seine Frau erschlagen zu haben. Im Juli stellte er sogar noch einen Antrag auf Hinterbliebenenrente!  © Steffen Schulze

Titelfoto: Steffen Schulze

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