Summende Angreifer: Wespen befördern Gemeinde zurück in die Steinzeit

Leun - Telefon und Internet: Für die meisten von uns heutzutage wohl die mitunter selbstverständlichen Begleiter im Alltag. Doch was tun, wenn man ohne eigenes Verschulden auf beides verzichten muss? Dazu sollte man am besten die Bewohner der Gemeinde Leun nahe Wetzlar befragen.

Einige Bewohner der Gemeinde Leun bei Wetzlar waren nach der Wespenattacke gezwungen ohne Telefon und Internet auszukommen (Symbolbild).
Einige Bewohner der Gemeinde Leun bei Wetzlar waren nach der Wespenattacke gezwungen ohne Telefon und Internet auszukommen (Symbolbild).  © 123RF/Ana Blazic Pavlovic

Denn am Montag teilte ein Bürger des beschaulichen Ortes mit, dass er und viele weitere Anwohner schon seit mehreren Tagen keine Möglichkeit mehr besäßen, zu telefonieren oder im Internet zu surfen.

Der Bürgermeister der Stadt, Björn Hartmann (38), wurde in Kenntnis gesetzt, auch das Bauamt wurde informiert. Schließlich fand sich die Ursache für das merkwürdige Phänomen - ein Wespenhorde hatte sich in einem Verteilerkasten der Telekom niedergelassen, dort ein Nest gebaut.

Damit sorgten die Insekten dafür, dass die Telefon- und Internetleitung in Leun stark beeinträchtigt wurde. Vor allem in den Bereichen rund um den Amsel- und Meisenweg sowie die Ahornstraße litten die Einwohner unter der Wespen-"Hacker"-Attacke.

Seit Mittwochmorgen ist die Wespen-Kolonie ausgelöscht, die Techniker der Telekom können sich nun um die Behebung der Störungen kümmern. Ein Ende des Lebens in der "Steinzeit" ist für die Bewohner der 5720-Seelen-Gemeinde in Sicht.

Ein Wespen-Schwarm hatte sich in einen Verteilerkasten der Telekom eingenistet (Symbolbild).
Ein Wespen-Schwarm hatte sich in einen Verteilerkasten der Telekom eingenistet (Symbolbild).  © 123RF/Dejchagorn Chaimee

Titelfoto: Montage: 123RF/Ana Blazic Pavlovic, Dejchagorn Cha

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