Drei Tote nach Flugzeugabsturz in den Alpen: Leichen geborgen

Leutasch - Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in den Tiroler Alpen nahe der deutschen Grenze sind am Donnerstag drei Menschen ums Leben gekommen.

Ein Kleinflugzeug ist gegen 17.30 Uhr in der Leutasch in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) im Wettersteingebirge in der Nähe der Meilerhütte abgestürzt.
Ein Kleinflugzeug ist gegen 17.30 Uhr in der Leutasch in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) im Wettersteingebirge in der Nähe der Meilerhütte abgestürzt.  © Zeitungsfoto.At/APA/dpa

Das bestätigte eine österreichische Polizeisprecherin am Freitagmorgen. Die Identität der Opfer sei nach wie vor unklar. Laut Polizei sollen die drei Verunglückten am Freitagvormittag geborgen werden.

Weitere Erkenntnisse zur Absturzursache sollen Ermittlungen des Tiroler Landeskriminalamtes ergeben. Unter anderem soll geklärt werden, woher die Maschine kam und wohin sie unterwegs war.

Aufgrund der schwierigen Bedingungen im alpinen Gelände müssen die Einsatzkräfte laut Polizei mit Hubschraubern eingeflogen werden.

Das Flugzeug stürzte den Angaben zufolge am Donnerstag gegen 17.30 Uhr im Wettersteingebirge auf dem Gebiet der Gemeinde Leutasch nahe der Meilerhütte ab (TAG24 berichtete). Leutasch ist wenige Kilometer von Garmisch-Partenkirchen entfernt.

Das Kleinflugzeug zerschellte demnach an einer rund 2300 Meter hoch gelegenen Felswand am Leutascher Platt und brannte komplett aus.

Bei Einbruch der Dunkelheit wurden die ersten Ermittlungen an der Unfallstelle unterbrochen und das Wrack über Nacht von Einsatzkräften überwacht, wie die Polizei mitteilte. Zu Typ und Zulassungsort des Flugzeugs konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

Die Wetterbedingungen seien zur Unfallzeit gut gewesen. Nach dem Absturz sei auch ein deutscher Polizeihubschrauber im Einsatz gewesen.

Tote aus Baden-Württemberg

Rettungskräfte stehen an der Unfallstelle: Das Geländer erschwert die Bergung der Toten.
Rettungskräfte stehen an der Unfallstelle: Das Geländer erschwert die Bergung der Toten.

Update 15 Uhr: Die Leichen wurden am Freitag geborgen und ins Tal gebracht.

Man hoffe, dass sich etwa Angehörige melden, sagte ein Polizeisprecher der APA. Mit einem DNA-Abgleich soll dann die Identität der bis zu Unkenntlichkeit entstellten Toten festgestellt werden.

Zur Ursache des Absturzes konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

Sicher ist aber laut Ermittlern, dass die Flugreise der drei Verunglückten im italienischen Montichiari unweit des Gardasees begann. Das Reiseziel war demnach Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg.

Das Flugzeug war mit einer deutschen Kennung unterwegs.

Update 16.15 Uhr: Bei dem Absturz sind wohl drei Menschen aus Baden-Württemberg gestorben.

Es handele sich um drei Männer, teilte das Innenministerium in Stuttgart mit. Ihr Reiseziel sei Schwäbisch Hall gewesen.

Sicher ist laut Ermittlern, dass die Flugreise der drei Verunglückten im italienischen Montichiari unweit des Gardasees begann.

Titelfoto: Zeitungsfoto.At/APA/dpa

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