Kriminelle Clan-Mitglieder können jetzt abgeschoben werden

Ein verdächtiges Mitglied eines Araber-Clans wird in Berlin abgeführt. (Archiv)
Ein verdächtiges Mitglied eines Araber-Clans wird in Berlin abgeführt. (Archiv)  © dpa (Symbolbild)

Berlin - Jahrzehntelang konnten sie nicht abgeschoben werden und saßen stattdessen in deutschen Gefängnissen – kriminelle libanesische Clan-Mitglieder. Doch damit ist jetzt Schluss.

Denn wie die B.Z. berichtet, stehen Auswärtiges Amt und Bundesinnenministerium (BMI) bereits seit März 2017 in Verhandlungen mit der Regierung im Libanon!

"Nach neun Rückführungen 2016 konnten 2017 bereits 27 libanesische Staatsangehörige oder im Libanon registrierte palästinensische Flüchtlinge rückgeführt werden", bestätigt eine BMI-Sprecherin der B.Z.

Und 2018 sollen es sogar noch erheblich mehr werden.

Hintergrund: Seit Jahr und Tag konnten Schwerkriminelle und Islamisten nicht in den Libanon befördert werden. Teils hatte ihr Heimatland schlichtweg keine Lust auf die Verbrecher auf eigenen Boden oder aber es waren keine Ausweispapiere da!

Schnelle Umsetzung

Und so schnell kann's plötzlich gehen: Anfang Januar wurde direkt ein krimineller Passagier auf dem Weg nach Beirut ins den Flieger gesetzt: Ein Gefährder (27) brummte in der JVA Tegel seine Haftstrafe wegen Körperverletzung und Raub ab.

Weil er hinter Gittern großmundig ankündigte, nach seiner Entlassung Ungläubige zu bestrafen, hatte er sich den Oneway-Flug in den Libanon redlich verdient.

"Der Fokus bei diesen Rückführungen lag und liegt dabei zunächst auf prioritären Fällen wie Gefährder und Straftäter, ist aber nicht auf diese Personengruppe beschränkt“, so die BMI-Sprecherin in der B.Z.

Titelfoto: dpa (Symbolbild)


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