VW-Fahrer unter Drogen liefert sich lebensgefährliche Verfolgungsjagd mit Polizei

Chemnitz/Lichtenau - Mit Vollgas am Kindergarten vorbei: Ein unter Drogen stehender VW-Fahrer (24) lieferte sich am Mittwochnachmittag eine lebensgefährliche Verfolgungsjagd mit der Polizei. Die Beamten konnten den irren Raser erst in der Lichtenauer Erdbeersiedlung mit vereinten Kräften stoppen.

Der VW konnte in der Lichtenauer Erdbeersiedlung gestoppt werden.
Der VW konnte in der Lichtenauer Erdbeersiedlung gestoppt werden.  © Maik Börner

Die verrückte Fahrt begann in der Neefestraße. Zivilfahnder der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Chemnitz entdeckten einen Passat mit gestohlenen Kennzeichen. Die Beamten klemmten sich dahinter und forderten den Fahrer zum Anhalten auf.

Doch der Mann dachte gar nicht daran, sich zu stellen. Im Gegenteil. Er gab Gas, fuhr auf die A4 auf und flüchtete im dichten Verkehrsgewühl. Die Polizei musste den Mann vorerst ziehen lassen, die Gefahr für andere Autofahrer war zu groß.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben: In Auerswalde entdeckten die Polizisten den Passat wieder. Doch der Fahrer wollte immer noch nicht aufgeben.

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Er raste in Richtung Oberlichtenau über eine rote Baustellenampel, düste mit geschätzten 90 Sachen an einem Kindergarten vorbei (hier gilt Tempo 30), überholte ein Zivilfahrzeug der Polizei auf einem Gehweg, gefährdete auf seiner Flucht Menschenleben.

Erst an der Erdbeersiedlung/Chemnitzer Straße in Oberlichtenau konnten mehrere Polizeifahrzeuge den VW stoppen. Der deutsche Fahrer stand unter massiven Drogen - Amphetamine und Kokain. Zudem hat er keinen Führerschein. Ihm werfen die Polizisten verbotene Fahrzeugrennen, Diebstahl, Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und unter Drogen vor. Auch gegen den Beifahrer (26) wird ermittelt.

Den Heimweg mussten die beiden Männer zu Fuß antreten. Die Polizei nahm die gestohlenen Kennzeichen mit, der Passat musste stehen bleiben.

Titelfoto: Maik Börner

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