Bares für Rares: Heute könnt Ihr Eure Schätze schätzen lassen

Museumsleiterin Anne-Sophie Berner (52) mit einer Kanzeluhr aus einer Lichtensteiner Kirche. Die Uhr wurde um 1780 gebaut.
Museumsleiterin Anne-Sophie Berner (52) mit einer Kanzeluhr aus einer Lichtensteiner Kirche. Die Uhr wurde um 1780 gebaut.  © Uwe Meinhold

Lichtenstein - Ist das Kunst oder kann das weg? Seit Fernsehformaten wie "Bares für Rares" ist Deutschland im Antiquitäten-Fieber.

Doch wer mehr über seine Dachbodenfunde erfahren möchte, muss nicht erst vor die Kamera: In Lichtenstein nimmt morgen ein Experte vermeintliche Schätze unter die Lupe.

Omas altes Porzellan, Onkels Uhr oder vielleicht ein Gemälde: Wie viel sind Erbstücke wert? "Es ist wirklich spannend", erzählt Museumsleiterin Anne-Sophie Berner (52). "Manchmal kommen die Menschen mit ungeahnt wertvollen Sachen. Andere wiederum werden enttäuscht, weil ihre Schätze nichts wert sind."

Restaurator Thomas Heinicke (65) nimmt als Experte die Antiquitäten genau unter die Lupe. "Besonders interessant finde ich Uhren und Kunst", erzählt der Restaurator, "vor allem Taschenuhren von 'Lange und Söhne' oder 'Glashütte' können nach wie vor eine Menge wert sein." In seiner über 30-jährigen Karriere bekam Heinicke schon so manch Kurioses zusehen: "Es kam mal jemand und zeigte mir ganz stolz ein teures Gemälde, das seine Rente sichern sollte. Am Ende handelte es sich nur um einen schlichten Öldruck. Der ist kaum etwas wert."

Gisela Bernhardt (76) aus Limbach-Oberfrohna zeigte in der ZDF-Show, wie man aus Altem Geld machen kann: Den Händlern verkaufte sie antiken Schmuck aus menschlichem Haar für 160 Euro.

"Kunst und Krempel" am Sonntag (15 Uhr) im Stadtmuseum Lichtenstein. Pro Schätzung wird ein Unkostenbeitrag von 5 Euro erhoben. Das Museum bittet um Voranmeldung: 037204/86453.

Restaurator Thomas Heinicke (63) aus Chemnitz bewertet am Sonntag in Lichtenstein "Schätze" vom Dachboden.
Restaurator Thomas Heinicke (63) aus Chemnitz bewertet am Sonntag in Lichtenstein "Schätze" vom Dachboden.  © Peter Zschage
Gisela Bernhardt (76, r.) aus Limbach-Oberfohna war in der Sendung "Bares für Rares" im ZDF.
Gisela Bernhardt (76, r.) aus Limbach-Oberfohna war in der Sendung "Bares für Rares" im ZDF.  © Screenshot
Im Stadtmuseum Lichtenstein nimmt am Sonntag ein Experte vermeintliche Schätze unter die Lupe.
Im Stadtmuseum Lichtenstein nimmt am Sonntag ein Experte vermeintliche Schätze unter die Lupe.  © Uwe Meinhold