Liebling des Führers: Hitlers Krokodil seit 72 Jahren im Moskauer Zoo?

Der Alligator ist putzmunter und kann im Moskauer Zoo besichtigt werden. (Bildmontage)
Der Alligator ist putzmunter und kann im Moskauer Zoo besichtigt werden. (Bildmontage)  © 123RF/DPA (Bildmontage)

Moskau/Berlin - Verschwörungstheoretiker aufgepasst, hier ist neuer Stoff im Anflug: Diese Geschichte klingt so unglaublich, dass sie schon wieder wahr sein muss. So berichtet die B.Z., das ein Krokodil seit 72 Jahren im Moskauer Zoo lebt, dass einst zu Hitlers Lieblingen gehörte.

Bisher kennen wir Blondi, die deutsche Schäferhund-Dame, die nur selten von der Seite Hitlers wich. Sie war sein ganzer Stolz oder etwa doch nicht?

Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde ein Alligator namens Saturn aus Berlin nach Russland in den Zoo von Moskau gebracht und dieser soll ebenfalls zu den Lieblingstieren von Hitler gehört haben.

1946 sollen sowjetische Soldaten das Tier nach Moskau gebracht haben. "Saturn ist jetzt 82 Jahre alt. Es geht ihm gut", so eine Sprecherin des Moskauer Zoos und auch ihr ist die Legende um den Alligator bestens bekannt. "Ja, sie kursiert seit Ende des Krieges".

Schriftliche Überlieferungen, die Aufschluss über das Tier geben könnten, existieren nicht. Zudem verbrannten in einer verheerenden Bombenacht 1943 sämtliche Zoo-Papiere. 16.000 Tiere starben, 96 überlebten und wurden in den Leipziger Zoo gebracht. Doch was ist mit Saturn?

"Nicht ausgeschlossen, dass der Mississippi-Alligator den Angriff überlebt hat", sagt Dietmar Jarofke (80), langjähriger Zoo-Tierarzt und Archivar zur B.Z. und Ex-Zoo-Direktor und langjähriger Aquariums-Chef, Dr. Jürgen Lange (75), hält es ebenfalls für möglich, dass die russischen Soldaten Saturn 1946 in Leipzig beschlagnahmten.

Schließlich brachten sie eine Vielzahl an Tiere (darunter auch ein Elefant und ein Nashorn) als Kriegsreparation nach Russland - vielleicht war auch Hitlers Krokodil darunter.

Titelfoto: 123RF/DPA (Bildmontage)


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