Dresdner Flüchtlings-Retter hängen auf hoher See fest

Dresden/Rom - Es ist ein Kampf gegen die Zeit. Seit Donnerstag wartet das Rettungsschiff "Lifeline" im Mittelmeer auf Hilfe.

Axel Steier (re.) und seine "Mission Lifeline" haben ein Ziel: Menschen in Seenot retten. Der italienische Innenminister Matteo Salvani hat andere Pläne: Italien habe keinen Platz mehr für Flüchtlinge, Rettungsschiffe werden abgewiesen.
Axel Steier (re.) und seine "Mission Lifeline" haben ein Ziel: Menschen in Seenot retten. Der italienische Innenminister Matteo Salvani hat andere Pläne: Italien habe keinen Platz mehr für Flüchtlinge, Rettungsschiffe werden abgewiesen.  © dpa/Helis

Doch die 224 Flüchtlinge aus Libyen und ihre Retter der Dresdner Hilfsorganisation "Mission Lifeline" werden abgewiesen, dürfen nicht in Italien anlegen.

Die Rettungsaktion soll Menschen auf der Flucht, die in Seenot geraten sind, vor dem Ertrinken bewahren. Doch nun will Italiens Innenminister Matteo Salvani (45) prüfen, ob die Aktion der Dresdner legal ist. Dabei sind die Menschen an Bord in Lebensgefahr! Axel Steier (42) von Mission Lifeline erklärt: "Die Menschen brauchen sofort Hilfe. Frauen und Kleinkinder sind an Bord, seit fast 80 Stunden - sie werden seekrank."

Der Retter gibt nicht auf: "Ich habe gehört, dass ein spanischer Hafen die Flüchtlinge aufnehmen will. Für die nächsten zwei Tage haben wir Lebensmittel an Bord."

Dann sollen die Menschen aus Libyen an ein anderes Schiff übergeben werden, das sie zum Hafen bringt. Ihr Ziel: endlich wieder Festland unter den Füßen spüren.

Bis es so weit ist, wird es noch dauern. "Für solche Situationen ist das Schiff nicht ausgelegt. Das Team an Bord versorgt die Leute und hofft auf schnelle Hilfe." Danach geht die Suche der "Lifeline" nach Menschen in Seenot wieder von vorn los...

Die "Lifeline" ist eines von zahlreichen Rettungsschiffen im Mittelmeer. Fast täglich ertrinken Flüchtlinge bei der Überfahrt nach Europa.
Die "Lifeline" ist eines von zahlreichen Rettungsschiffen im Mittelmeer. Fast täglich ertrinken Flüchtlinge bei der Überfahrt nach Europa.

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0