Entscheidung über Insolvenzverfahren: Investoren-Einstieg bei "Lila-Bäcker"?

Neubrandenburg - Das Amtsgericht Neubrandenburg entscheidet am Montag über die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens für die Bäckereikette "Lila Bäcker".

Lastwagen von "Lila Bäcker" stehen am Produktionsstandort hinter einem Zaun.
Lastwagen von "Lila Bäcker" stehen am Produktionsstandort hinter einem Zaun.  © DPA

Davon hängt die Zukunft des Unternehmens ab, das auch als "Unser Heimatbäcker" firmiert.

Die Pasewalker Firma mit rund 400 Filialen und etwa 2700 Mitarbeitern in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hatte im Januar wegen Zahlungsunfähigkeit Insolvenz angemeldet.

Produktion und Verkauf laufen bislang weiter. Gehälter und Löhne hatten drei Monate lang Arbeitsagenturen übernommen.

Bei einem Insolvenzverfahren soll geprüft werden, ob die Bäckereikette von Investoren übernommen oder in Eigenregie saniert werden soll. Bisher gebe es zwei Anbieter, die die Firma mit Produktionsstandorten in Pasewalk, Neubrandenburg und Dahlewitz bei Berlin mit unterschiedlichen Konzepten übernehmen wollen.

Die amtierende Geschäftsführung und ein zugeordneter Insolvenzverwalter hatten angekündigt, bis Ende April eine Entscheidung zu fällen.

Der "Lila Bäcker" gilt nach Angaben des letzten Hauptgesellschafters - der Deutschen Beteiligungs AG (Frankfurt/Main) - als eine der größten deutschen Bäckereiketten mit einem so umfassenden Filialnetz.

Der Umsatz war allerdings von 2016 bis 2018 von 142 Millionen auf 129 Millionen Euro gesunken. Das Gericht hat über einen Gutachter prüfen lassen, ob genügend Vermögen und Werte für ein Insolvenzverfahren vorhanden sind.

Update, 09.37 Uhr - Insolvenzverfahren von "Lila Bäcker" eröffnet!

Die Bäckereikette musste Insolvenz anmelden. (Symbolbild)
Die Bäckereikette musste Insolvenz anmelden. (Symbolbild)

Das Amtsgericht Neubrandenburg hat das Insolvenzverfahrens für die Bäckereikette "Lila Bäcker" (Pasewalk/Dahlewitz) eröffnet.

"Die Firma ist zahlungsunfähig, aber es ist genug Masse da, um alle Kosten des Insolvenzverfahrens zu begleichen", sagte Richterin Astrid Hacker am Montag.

Der Betrieb des Unternehmens mit rund 400 Filialen und etwa 2700 Mitarbeitern in Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern laufe weiter. Die Insolvenz laufe "in Eigenregie" ab, also mit der bisherigen Geschäftsführung und einem "Sachwalter".

Bis 13. Mai soll ein Modell zum Fortbestand der Backkette mit Investoren oder über einen eigenen Insolvenzplan vorliegen, die auch als "Unser Heimatbäcker" firmiert.

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