Spätes Aufbäumen zahlt sich nicht aus: Lilien verlieren gegen Heidenheim!

Darmstadt - Pokalschreck schockt auch die Lilien! Der SV Darmstadt 98 hat das Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim mit 1:2 (0:1) verloren.

Die Heidenheimer bejubeln den Führungstreffer in Darmstadt.
Die Heidenheimer bejubeln den Führungstreffer in Darmstadt.

Vor 10.120 Zuschauern am Böllenfalltor traf Johannes Wurtz für die Lilien (84). Robert Glatzel (35./60.) netzte für die Gäste aus Baden-Württemberg ein.

Mitte Februar mussten sich Spieler und Fans mit einer fast schon herbstlichen Wetterlage arrangieren: Starke Windböen und Regenschauer sorgten für erschwerte Rahmenbedingungen.

In seiner Aufstellung setzte Coach Dirk Schuster - passen zum Wetter - auf frischen Wind: Mit Mathias Wittek, Sören Bertram und Christoph Moritz feierten gleich drei Winter-Neuzugänge ihre Startelf-Premiere in Blau-Weiß.

Zudem rückten Tobias Kempe, nach kurzer Verletzungspause, und Betram, der in der Vorwoche als Joker beim MSV Duisburg getroffen hatte, in die Anfangsformation.

Nach dem Einlaufen der Spieler auf die "Bölle-Baustelle", die historische Gegengerade wurde aufgrund von Modernisierungsarbeiten komplett abgerissen, konnte endlich gekickt werden.

Beide Mannschaften schenkten sich von Beginn an nichts und drückten aufs Tempo, die erste richtig dicke Gelegenheit gehörte den Gästen in der neunten Minute.

Heidenheims Tobias Reithmeir (re.) komm vor Sören Bertram an die Kugel.
Heidenheims Tobias Reithmeir (re.) komm vor Sören Bertram an die Kugel.

Nikola Dovedan, gut von Denis Thomalla in Szene gesetzt, feuerte ein Pfund in Richtung Darmstädter Kasten - Keeper Daniel Heuer-Fernandes verhinderte mit einem Wahnsinns-Reflex den frühen Rückstand.

In der 16. Minute tauchten auch die Lilien zum ersten Mal gefährlich im Gäste-Sechzehner auf: Tobias Kempe prüfte Kevin Müller im FCH-Tor mit einem strammen Abschluss aus kurzer Distanz.

Das Spielgeschehen verlagerte sich Minute um Minute mehr ins Mittelfeld, harte Zweikämpfe bestimmten die Partie. Vor den Toren kehrte somit zunehmend Ruhe ein.

Wie aus dem Nichts gelang den Heidenheimern dann das Führungstor: Nach einem Ballverlust im Aufbauspiel ließen sich die Lilien von einem Konter des FCH überrollen. Eine Flanke von Robert Andrich schob Glatzel aus rund fünf Metern über die Linie (35.) - 0:1!

Die Südhessen wirkten durch den Rückstand völlig verunsichert. Heuer-Fernandes rettete gegen den freistehenden Thomalla, der den Ball nicht mit voller Wucht traf (40.). Nach einer Minute Zuschlag und einem schwachen Lilien-Auftritt ging es in die Halbzeit.

Denis Thomalla und Patrick Herrmann (li.) im Zweikampf um die Lufthoheit.
Denis Thomalla und Patrick Herrmann (li.) im Zweikampf um die Lufthoheit.

Nach der Pause blieb Bertram in der Kabine, Joevin Jones kam in die Partie. Und Darmstadt erwischte sofort einen Knallerstart: Sturm-Kante Serdar Dursun, angespielt von Marcel Heller, setzte einen Flatterball aus der Distanz an den Querbalken (47.).

Im Sechzehner auf der Gegenseite brachte Victor Palsson seinen Gegenspieler Andrich zu Fall. Glasklar: Elfmeter! Den fälligen Strafstoß versenkte Glatzel ohne Mühe zum 2:0 im rechten unteren Toreck (60.).

Darmstadt gelang in der Offensive so gut wie gar nichts. Auch weil die Kicker von der Brenz in der Verteidigung kompakt als Einheit auftraten und die Angriffe der Blau-Weißen somit im Keim erstickten.

In der 84. sorgte der eingewechselte Wurtz für neue Hoffnung bei den Lilien-Fans, als er das Leder nach einem Eckball zum 1:2 ins Netz stocherte. Doch dabei blieb es.

Durch die verdiente 1:2-Heimniederlage gegen Heidenheim stecken die Hessen weiterhin im Tabellenkeller fest.

In den kommenden Wochen stehen für die Darmstädter zwei richtungsweisende Spiele an: Zuerst müssen die Lilien beim SV Sandhausen bestehen (15. Februar, 18.30 Uhr), danach geht die Reise nach Sachsen zu Dynamo Dresden (23. Februar, 13 Uhr).

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