Zieht in diese Passage endlich wieder neues Leben ein?

Gähnende Leere, alle Geschäfte sind ausgezogen.
Gähnende Leere, alle Geschäfte sind ausgezogen.  © Maik Börner

Limbach-Oberfrohna - Einst beliebtes Einkaufscenter, heute einsames Geisterhaus: Die Turmpassage Limbach-Oberfrohna verharrt seit Jahren im Dornröschenschlaf. Doch jetzt gibt es Hoffnung: Oliver Götte (50) will als neuer Manager Schwung in die Bude bringen.

Oliver Götte (50) ist Feuer und Flamme: "Ich habe viele Ideen und hoffe, sie so zügig wie möglich umsetzen zu können." Doch die Wiederbelebung des Areals wird schwer: Seit der Eröffnung 1992 wurde am Gebäude nicht mehr viel gemacht - eine teure Sanierung ist notwendig.

Zu DDR-Zeiten wurden hier Bremsen für den Wartburg hergestellt. In den 90er-Jahren wurde aus dem Gebäude ein florierendes Einkaufszentrum mit Sportladen, Juwelier, Optiker, Pizzeria und vielen kleinen Einzelhändlern. "Die Turmpassage ist einfach ein tolles Objekt", schwärmt auch Katrin Mehner (41), Inhaberin der "Bäckerei Kempt". 20 Jahre war der Bäcker fester Bestandteil der Turmpassage - 2012 dann der Auszug. Der ehemalige Limbacher Hotspot verlor somit sein letztes Geschäft - die Druck der großen Center am Stadtrand von Chemnitz war zu groß geworden.

Im Rathaus registriert man die neuen Initiative mit Wohlwollen. Ein Sprecher: "Nach der langen Zeit des Stillstands, ist endlich wieder Bewegung zu spüren."

Katrin Mehner (41) war mit ihrer Bäcker-Filiale 20 Jahre in der Turmpassage.
Katrin Mehner (41) war mit ihrer Bäcker-Filiale 20 Jahre in der Turmpassage.  © Maik Börner
Zur Zeit kann man nur erahnen, wieviel Leben mal in dieser Passage war.
Zur Zeit kann man nur erahnen, wieviel Leben mal in dieser Passage war.  © Maik Börner
Einst Einkaufstempel, heute Geisterhaus: Die Turmpassage in Limbach-Oberfrohna.
Einst Einkaufstempel, heute Geisterhaus: Die Turmpassage in Limbach-Oberfrohna.  © Maik Börner

Titelfoto: Maik Börner