Kinderporno-Plattform "Elysium" betrieben: Das könnte die Angeklagten erwarten

Limburg - Im Prozess um die Kinderpornografie-Plattform "Elysium" verkündet das Landgericht Limburg am Donnerstag (10.30 Uhr) die Urteile gegen die vier Angeklagten.

Die vier Männer sollen zur Führungsriege der Plattform gehört haben.
Die vier Männer sollen zur Führungsriege der Plattform gehört haben.  © DPA

Die Staatsanwaltschaft hatte für die im Wesentlichen geständigen Männer Haftstrafen zwischen drei Jahren und zehn Monaten sowie neun Jahren gefordert.

Die Angeklagten aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern sollen zur Führungsriege der im abgeschotteten Darknet betriebenen Plattform gehört haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, das Portal betrieben oder sich daran beteiligt zu haben.

Zudem sollen die Männer Kinderpornos auch selbst gepostet und besessen haben. Einem 63-Jährigen wird außerdem zur Last gelegt, zwei Kinder sexuell missbraucht zu haben, um davon Bilder anzufertigen.

"Elysium" hatte nach Angaben der Ermittler weltweit mehr als 111.000 Nutzerkonten. Das Portal war etwa ein halbes Jahr online und wurde im Juni 2017 abgeschaltet. Der Prozess gegen die Angeklagten begann im vergangenen August.

Update, 12.28 Uhr: Für ihre Führungsrolle bei der riesigen Kinderpornografie-Plattform "Elysium" hat das Landgericht Limburg vier Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Die Richter sprachen die Angeklagten aus Hessen, Baden-Württemberg und Bayern am Donnerstag schuldig, das Portal als Bande im abgeschirmten Darknet betrieben beziehungsweise sich daran beteiligt zu haben.

Das Gericht verhängte Freiheitsstrafen zwischen drei Jahren und zehn Monaten und neun Jahren und neun Monaten.

Ein halbes Jahr lang war das Portal online.
Ein halbes Jahr lang war das Portal online.  © DPA

Titelfoto: DPA

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