Rache als Motiv? Kaltblütiger Doppelmord vor Gerichtsgebäude

Limburg - Der Prozess um einen Doppelmord auf dem Frankfurter Justizgelände kommt auf die Zielgerade.

Mit Schüssen und Messerstichen soll der Angeklagte seine beiden Opfer hingerichtet haben.
Mit Schüssen und Messerstichen soll der Angeklagte seine beiden Opfer hingerichtet haben.  © DPA

Nach drei Monaten Verhandlung vor dem Landgericht Limburg könnten am Dienstag (9.30 Uhr) die Plädoyers beginnen, sofern keine Beweisanträge mehr gestellt werden.

Der angeklagte Mann aus Afghanistan soll im Januar 2014 zwei 45 und 50 Jahre alte Landsleute mit Schüssen und Messerstichen getötet haben - vor Beginn ihres Prozesses um die Tötung seines Bruders.

Die Bluttat beschäftigt zum zweiten Mal ein hessisches Gericht: Das Landgericht Frankfurt hatte den Angeklagte 2015 wegen Doppelmordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) hob das Urteil jedoch auf, weil der damalige Vorsitzende möglicherweise befangen gewesen sein könnte.

Das Verfahren wurde daraufhin an das Landgericht Limburg verwiesen. Der neue Prozess um den Doppelmord verzögerte sich zwischenzeitlich wegen einer Justizpanne.

Ein wichtiger Zeuge wurde nicht geladen, der Beginn der Verhandlung im Limburger Landgericht verschob sich daher.

Titelfoto: DPA

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