Eltern sollen behinderte Tochter sterben gelassen haben: Überraschende Wendung im Prozess

Limburg - Das Urteil gegen ein Elternpaar, das seine kranke und behinderte Tochter sterben gelassen haben soll, lässt noch auf sich warten.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Familie Totschlag durch Unterlassen vor (Symbolfoto).
Die Staatsanwaltschaft wirft der Familie Totschlag durch Unterlassen vor (Symbolfoto).  © DPA

Kurz vor dem erwarteten Ende des Prozesses am Freitag vor dem Landgericht Limburg kamen weitere Fragen zu Symptomen der 21-Jährigen kurz vor ihrem Tod auf.

Die Verteidigung stellte dazu mehrere Beweisanträge. Das Gericht will nun zu den fraglichen Punkten noch einmal einen Sachverständigen vernehmen, der bereits sein Gutachten erstattet hatte.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten aus dem mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis Totschlag durch Unterlassen vor.

Sie sollen nach Darstellung der Anklage keinen Notarzt gerufen haben, obwohl ihre Tochter, die unter anderem an Diabetes litt, kurz vor ihrem Tod im Oktober 2016 erkennbar in einem kritischen Zustand war.

Der Schwester des Opfers werfen die Ermittler unterlassene Hilfeleistung vor. Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe.

Eigentlich sollte am Freitag vor dem Landgericht Limburg das Urteil fallen.
Eigentlich sollte am Freitag vor dem Landgericht Limburg das Urteil fallen.  © DPA

Titelfoto: DPA

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