Autobahn-Brücke gesprengt: Die ersten Pfeiler stürzen, doch etwas geht schief

Mit lautem Getöse stürzten die Brückenpfeiler um.
Mit lautem Getöse stürzten die Brückenpfeiler um.

Limburg - Mehrere große Pfeiler einer alten Autobahnbrücke bei Limburg sind gesprengt worden.

Um kurz vor 9.00 Uhr am Sonntagmorgen fielen die 30 bis 50 Meter hohen Betonbauwerke nacheinander um. Allerdings sanken nicht wie geplant alle Pfeiler zu Boden - vorerst blieben welche stehen.

Wegen der Sprengung war kurzzeitig der Verkehr auf der A3 (Frankfurt-Köln) unterbrochen worden. Ein Gebiet im Radius von 250 Metern rund um die einst 30 bis 50 Meter hohen Brückenpfeiler wurde geräumt. Etwa 250 Anwohner mussten ihre Häuser verlassen, auch ein Campingplatz wurde geräumt.

Für die Sprengung waren in jeden Pfeiler rund 130 Löcher gebohrt und mit Dynamit gefüllt worden. Ein Polizeihubschrauber überwachte die Lage. Viele Schaulustige hatten sich eingefunden.

Die alte Lahntalbrücke war 1964 gebaut worden. Die gesprengten Brückenteile sollen bis Ende September weiter zerkleinert und abtransportiert werden.

Der Autobahnverkehr rollt seit Ende 2016 über die direkt daneben neu gebaute Brücke.

Wegen technischer Probleme bei der Sprengung blieben zwei Brückenpfeiler der alten Lahntalbrücke zunächst stehen.
Wegen technischer Probleme bei der Sprengung blieben zwei Brückenpfeiler der alten Lahntalbrücke zunächst stehen.  © dpa/Thorsten Wagner

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