Unfassbar! Jugendliche Flüchtlinge hängen 20 Stunden auf Hinterachse von Reisebus

Wiesbaden/Limburg - Zwei junge Marokkaner haben sich 20 Stunden auf der Hinterachse eines serbischen Reisebusses festgeklammert und sind so bis nach Hessen gelangt.

Durch Klopf-Geräusche wurden die Mitfahrer auf die "blinden Passagiere" aufmerksam (Symbolbild).
Durch Klopf-Geräusche wurden die Mitfahrer auf die "blinden Passagiere" aufmerksam (Symbolbild).  © 123rf/TainaSohlman

Wie das Polizeipräsidium Westhessen am Sonntag mitteilte, seien die Einsatzkräfte gegen 12 Uhr zur Raststätte Limburg gerufen worden.

Der Fahrer eines Reisebusses aus Serbien hatte die Polizei alarmiert, weil er gesehen hatte, wie bei seinem Halt an der Raststätte an der A3 zwei Jugendliche zwischen der hinteren Doppelbereifung seines Lasters hervorgekrochen kamen.

Der Fahrer habe gehalten, weil er von Fahrgästen auf laute Klopf-Geräusche im hinteren Bereich hingewiesen wurde, hieß es im Polizei-Bericht.

Die Polizisten befragten dann die beiden "blinden Passagiere".

So konnte ermittelt werden, dass die aus Marokko stammenden 18- und 16-jährigen Jungen bei einem Halt an der Grenze von Serbien zu Ungarn oder in Ungarn die Chance genutzt hatten und sich an die Hinterachse des Reisebusses gehängt hatten.

16-jähriger "blinder Passagier" muss in Krankenhaus bleiben

Wie die beiden sagten, sei dies vor etwa 20 Stunden geschehen. Sie hatten sich zwischen den Rädern der linken und rechten Fahrzeugseite im Unterbau über der Hinterachse festgeklammert.

Die beiden Marokkaner wurden nach der Befragung wegen Unterkühlung zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Es musste aber nur der 16-Jährige stationär aufgenommen werden.

Titelfoto: 123rf/TainaSohlman

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