Pinkel-Attacke im Polizeiauto: Straftäter hinterlässt ekliges Andenken

Lindau - Manchmal reicht eine Kleinigkeit und der Arbeitstag ist uriniert. Nein, hier hat sich mal kein Fehlerteufel eingeschlichen, denn in diesem speziellen Fall trifft "uriniert" tatsächlich zu.

Lindauer Bundespolizisten hatten beim Transport des Verhafteten mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen.
Lindauer Bundespolizisten hatten beim Transport des Verhafteten mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen.  © Bundespolizei München

Dabei begann der Donnerstagabend für die Beamten der Bundespolizei ganz gut. Ihnen ging ein lange gesuchter Straftäter ins Netz.

Gleich zwei Haftbefehle lagen gegen den Deutschen, der in der Schweiz lebt, vor.

Bei Grenzkontrollen am Grenzübergang Hörbranz konnten sie den 38-Jährigen, der in einem Reisebus nach Deutschland reisen wollte, festnehmen.

Der Gesuchte war 2015 wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu einer Geldstrafe von fast 800 Euro verurteilt worden. Ein paar Monate später, 2016, kam noch wegen Körperverletzung eine weitere Strafe von 3700 Euro hinzu.

Da der Straftäter seine Justizschulden nicht aufbringen konnte, änderte sich unfreiwillig sein Reiseziel in Richtung Justizvollzugsanstalt Kempten.

Beim Transport beleidigte der Verhaftete mehrfach die Beamten und krönte seinen Protest, indem er in den Gefangenentransporter urinierte.

Zu den gut viereinhalb Monaten hinter schwedischen Gardinen muss sich der Mann nun wegen Beleidigung verantworten. Zudem werden ihm die Kosten der Reinigung und Desinfektion des Dienstfahrzeugs aufgebrummt.

Der Verhaftete schien von seiner Festnahme wenig begeistert zu sein. (Symbolbild)
Der Verhaftete schien von seiner Festnahme wenig begeistert zu sein. (Symbolbild)  © Johannes Neudecker/dpa

Titelfoto: Bundespolizei München

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