Auch Linke stimmen für Minderheitsregierung

Erfurt - Jetzt hat auch der letzte Partner zugestimmt: Die Thüringer Linke macht den Weg frei für die Bildung einer rot-rot-grüne Minderheitsregierung.

Landesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow (re.) und Abstimmungsleiter Holger Hängsen präsentieren die Ergebnisse.
Landesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow (re.) und Abstimmungsleiter Holger Hängsen präsentieren die Ergebnisse.  © DPA

Mit etwa 95 Prozent der abgegebenen, gültigen Stimmen in der Mitgliederbefragung sei der ausgehandelte Regierungsvertrag angenommen worden, sagte die Landesvorsitzende der Partei, Susanne Hennig-Wellsow, am Montag in Erfurt.

Damit habe ihre Partei der Koalitionsvereinbarung für eine angestrebte Minderheitsregierung von Linken, SPD und Grünen zugestimmt, ein Parteitag sei nicht nötig.

Mit dem Ergebnis zeigte sich Hennig-Wellsow zufrieden – auch wenn sich weniger Genossen beteiligt hatten als beim Mitgliederentscheid über den ersten rot-rot-grünen Koalitionsvertrag 2014.

VW-Fahrer kracht mit Pferdeanhänger zusammen: Zwei Schwerverletzte
Thüringen Unfall VW-Fahrer kracht mit Pferdeanhänger zusammen: Zwei Schwerverletzte

Von 4047 stimmberechtigten Mitgliedern hatten sich dieses Mal 67 Prozent beteiligt. 2014 lag die Quote bei 78 Prozent.

Sozialdemokraten und Grüne hatten dem Koalitionsvertrag bereits vor Kurzem auf Parteitagen zugestimmt.

Die drei Parteien wollen ihr Bündnis fortsetzen, obwohl ihnen im Landtag vier Sitze für eine Mehrheit fehlen.

Für die Wahl zum neuen Thüringer Ministerpräsidenten haben Linke, SPD und Grüne erneut den Linke-Politiker Bodo Ramelow vorgeschlagen. Die Wahl ist für Mittwoch geplant.

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Thüringen: