Leipzig hat ein Urin-Problem: Kostenfreier Zugang zu Klos gefordert

Leipzig - Den Leipzigern stinkts! An vielen Orten des öffentlichen Raums müffelt es nach Urin. Die Linksfraktion fordert deshalb den kostenfreien Zugang zu öffentlichen Toiletten.

Vor allem vor und neben dem Leipziger Hauptbahnhof stinkt es an manchen Tagen zum Himmel!
Vor allem vor und neben dem Leipziger Hauptbahnhof stinkt es an manchen Tagen zum Himmel!  © Ralf Seegers

Wer in Leipzig ankommt, riecht es sofort: vor und um den Hauptbahnhof steigt einem der beißende Ammoniak-Geruch in die Nase. Aber auch an anderen Orten, wie dem Lindenauer Markt, gibt es das müffelnde Problem.

Pünktlich zum Welttoilettentag am 19. November fordert die Leipziger Linksfraktion deshalb kostenfreie öffentliche Sanitäranlagen an ausgewählten öffentlichen Orten der Stadt.

Der Antrag wurde von Marco Böhme (28, Die Linke), der ein Landtagsbüro in der Nähe des Lindenauer Marktes betreibt, und Juliane Nagel (40, Die Linke) initiiert. Nagel: "Es gibt hier gar nichts zu beschönigen, am Hauptbahnhof in Leipzig ist die Situation für alle Seiten oftmals unzumutbar. Vor Ort 'stinkt es' der Verkäuferin, die dort täglich arbeiten muss, dem Pendler, wie den Punks oder Wohnungslosen, die sich dort aufhalten. Ein Euro pro Toilettengang sind meines Erachtens nicht gerade förderlich, um das Urinproblem am Bahnhof in den Griff zu bekommen."

Die Politikerin nimmt das Hamburger Konzept zum Vorbild, nach dem rund 125 öffentliche Toiletten von der Stadtreinigung übernommen und zu Hightech-WCs umgerüstet worden sind, beziehungsweise umgerüstet werden.

Der Antrag der Linksfraktion liegt nun dem Stadtrat vor.

Auch am Lindenauer Markt haben die Leipziger ein Problem, wenn sie mal müssen.
Auch am Lindenauer Markt haben die Leipziger ein Problem, wenn sie mal müssen.  © DPA

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