"FlixBus" kippt von A19: 16 Verletzte, Bus aus Graben geborgen

Linstow - Dramatische Szenen am frühen Freitagmorgen auf der A19 bei Linstow im Landkreis Rostock: Ein Fernbus ist in den Autobahn-Graben gefahren und anschließend umgekippt. Es gibt viele Verletzte.

Der umgekippte Fernbus liegt auf der Seite im Graben neben der A19.
Der umgekippte Fernbus liegt auf der Seite im Graben neben der A19.  © NonstopNews/dpa

Der in Richtung Berlin fahrende "FlixBus" kam gegen 6.30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der A19 ab, wie ein Polizei-Sprecher in Rostock mitteilte.

Im Graben neben der Autobahn kippte der Bus auf die Seite, rammte noch ein Hinweisschild um.

Nach ersten Erkenntnissen wurden sechs Menschen schwer und zehn leicht verletzt.

Etwa 30 weitere Fahrgäste würden von Feuerwehr und Rettern versorgt.

Die Autobahn in Richtung Berlin ist während der umfangreichen Bergungsarbeiten gesperrt.

Möglicherweise handelt es sich bei dem Unfallfahrzeug um den täglich um 5.35 Uhr vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) Rostock zum ZOB Berlin fahrenden "FlixBus".

Einer der vier eingesetzten Hubschrauber fliegt Verletzte ins Krankenhaus.
Einer der vier eingesetzten Hubschrauber fliegt Verletzte ins Krankenhaus.  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Update 8.25 Uhr

Einer der 61 Fahrgäste war eingeklemmt und musste von der Feuerwehr herausgeschnitten werden. Weitere Fahrzeuge sind nicht in den Unfall verwickelt. Ob auch der Busfahrer verletzt wurde, konnte die Polizei zunächst nicht mitteilen.

An der Unglücksstelle waren mehrere Feuerwehren, Rettungskräfte und auch vier Hubschrauber im Einsatz.

Eine Flixbus-Sprecherin bestätigte auf DPA-Anfrage, dass es sich um einen Fernbus ihres Unternehmens handelt und bedauerte den Vorfall.

Auf der Autobahn ist regelmäßig die Flixbus-Linie Rostock-Berlin unterwegs. Ob es sich um einen Bus dieser Linie handelt, sagte die Sprecherin zunächst nicht. Das Unternehmen will sich im Laufe des Tages noch mit einem Statement äußern.

Reisende sitzen um den verunglückten "FlixBus" auf dem Boden.
Reisende sitzen um den verunglückten "FlixBus" auf dem Boden.  © Stefan Tretropp

Update 9.31 Uhr

Wie die Polizei Rostock via Twitter mitteilte, wird der Verkehr jetzt einseitig an der Unfallstelle vorbei geleitet. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat unter der Telefonnummer 0395/570872000 ein Bürgertelefon für Angehörige eingerichtet.

Update 9.42 Uhr

Jetzt hat die Polizei die Strecke Richtung Berlin wieder voll gesperrt – es wurden lediglich die "angestauten Fahrzeuge" vorbeigeleitet.

Update 10.03 Uhr

Der Unglücksbus mit seinen beiden Fahrern kam aus Stockholm (Schweden), war dort am Donnerstagnachmittag um 13.40 Uhr gestartet und hätte laut Fahrplan gegen 8.15 Uhr in Berlin ankommen sollen.

Die Route führt über Malmö, Kopenhagen (Dänemark) und Rostock in die Hauptstadt.

Der Bus wurde mit einem riesigen Kran geborgen.
Der Bus wurde mit einem riesigen Kran geborgen.

Update 10.59 Uhr

Laut Polizei stammen die 61 Passagiere aus 22 Nationen, die meisten jedoch aus Skandinavien. 47 Fahrgäste wurden nach Angaben des Landkreises Rostock nach medizinischer Begutachtung mit einem Bus in das DRK Betreuungszentrum nach Güstrow gebracht, wo sie von Ärzten genauer untersucht werden sollten.

Einer der beiden Busfahrer, die sich beim Fahren stets abwechseln, ist ebenfalls verletzt.

Die Sperrung der A19 soll noch mindestens bis zum späteren Nachmittag andauern. Die Dekra sei für ein Gutachten eingeschaltet, die Bergung des Busses habe begonnen. Insgesamt sind 60 Einsatzkräfte am Unglücksort.

Update 11.08 Uhr

Ein noch vor Ort bei dem tschechischen Busfahrer durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,00 Promille. Er wird von der Polizei angehört, um nähere Erkenntnisse zum Unfallhergang zu erhalten.

Update 11.57 Uhr

In einem Twitter-Posting äußert sich "FlixBus" fast sechs Stunden nach dem Unglück und bedauert "bestätigen zu müssen", dass der Bus "in einen Unfall verwickelt war." "Das Mitgefühl des gesamten FlixBus-Teams gilt den Betroffenen sowie deren Familien und Freunden", schreibt der Fernbus-Riese weiter.

Update 13.18 Uhr

Laut Polizei wurde der Bus inzwischen und die Vollsperrung gegen 13.15 Uhr aufgehoben. Jedoch werde die Fahrbahn in Richtung Berlin in den Nachmittagsstunden noch einmal halbseitig für Reparaturarbeiten gesperrt.


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