Explosion in der Nähe des Linzer Flughafens: Ursache weiter unklar

Hörsching (Österreich) - Bei einer Explosion am heutigen Donnerstagmorgen in einem Müllentsorgungsbetrieb verletzten sich mindestens fünf Arbeiter.

Eine Rauchwolke steigt hinter Bäumen in den Himmel empor, auf der Straße davor stehen Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber.
Eine Rauchwolke steigt hinter Bäumen in den Himmel empor, auf der Straße davor stehen Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber.  © dpa/Wolfgang Hiessböck/ÖAMTC/apa

Bei einer Explosion in der Nähe des Flughafens von Linz in Österreich sind zwei Menschen schwer verletzt worden.

Drei weitere Menschen wurden laut Angaben der Deutschen Presse Agentur (dpa) leicht verletzt.

Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag kurz nach 8 Uhr in der Halle eines Müllentsorgungsbetriebes in Hörsching, wie die Polizei am Vormittag mitteilte.

Die Ursache der Explosion war zunächst unklar. 13 Feuerwehren waren im Einsatz.

Zahlreiche Rettungswagen und sogar ein Hubschrauber des ÖAMTC sorgten für den Transport der Verletzten in Krankenhäuser.

Der Flugverkehr am Linzer Flughafen soll derzeit von der Rauchwolke nicht beeinträchtigt werden.

Rettungskräfte stehen bereit vor der in Brand stehenden Anlage.
Rettungskräfte stehen bereit vor der in Brand stehenden Anlage.  © dpa/Fotokerschi.At/Bayer/APA

Update, 12.25 Uhr: Wie OÖ-Nachrichten vermeldet, soll die Zahl der Verletzten zwischenzeitlich auf neun gestiegen sein, drei davon sollen schwer verletzt sein. Sie in verschiedene Krankenhäuser, darunter eine Spezialklinik für Verbrennungsopfer in München geflogen und gefahren worden sein.

Die Müllentsorgungsanlage hat indes immensen Schaden genommen: "Wir schauen, dass wir zumindest eine Halle retten können. Zwei Hallen sind aber bereits völlig zerstört", sagte der Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehr Hörsching, Andreas Platzer den OÖ-Nachrichten. Derweil wird jedoch das Löschwasser vor Ort knapp! Die Feuerwehr muss nun Wasser vom Flughafen abzapfen.

Von den 23 Angestellten, die zum Unfallzeitpunkt auf dem Betriebsgelände befanden, wird niemand vermisst.

250 Feuerwehrleute sollen sich zur Stunde im Einsatz befinden.

Die Rauchsäule hat riesige Ausmaße.
Die Rauchsäule hat riesige Ausmaße.

Update, 14.49 Uhr: Die Feuerwehr hat den Großbrand unter Kontrolle gebracht und beobachtet nun die letzten Glutnester sowie die Rauchentwicklung.

In einem Gespräch mit Life Radio bestätigt ein in der Nähe arbeitender Mann, dass es sich um eine Explosion oder Verpuffung gehandelt haben muss. "Es hat einen lauten Knall gegeben. In unserem Büro haben die Fenster gewackelt. Kurz danach brannte die Firma lichterloh", sagt er.

Die Straße, die zum Flughafen Linz führt, wurde zwischenzeitlich gesperrt. Reisende mussten einen Umweg in Kauf nehmen.

Es zeichnet sich zudem weiter ab, dass zwei Hallen komplett zerstört sein sollen. Inwieweit diese wieder genutzt werden können und wie es um die technischen Anlagen darin steht, kann zurzeit aber noch nicht gesagt werden.

Auch der Zustand der dritten Halle soll kritisch sein.

Update, 17.00 Uhr: Der Brand scheint seit den Nachmittagsstunden gelöscht zu sein. Die Feuerwehr konnte eigenen Angaben nach die dritte Halle retten, berichtet der Standard.

Das Landeskriminalamt und Angestellte der Brandverhütungsstelle ermitteln nun die Brandursache beziehungsweise was zu einer Verpuffung oder Explosion geführt haben könnte. Die komplett ausgebrannten Hallen konnten am heutigen Donnerstagnachmittag vorerst nicht betreten werden. Die Ermittlungen dauern an.

Update, 18.28 Uhr: Die Explosion ging nach Angaben der Feuerwehr von einer Pressmaschine für Plastikmüll aus, berichtete die dpa.

Die Wucht habe Fenster und Fensterstöcke herausgerissen. Auch eine Brandschutztür hielt dem Druck nicht stand. Das Dach wurde abgerissen, um die Brandherde zu löschen. Insgesamt waren 35 Fahrzeuge der Feuerwehr im Einsatz. Der Betrieb des Flughafens in Linz war nicht beeinträchtigt.

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