Listerien-Fund in Frikadellen: Nächster Betrieb stillgelegt!

Oldenburg/Goldenstedt - Bei Untersuchungen nach einem Listerien-Verdachtsfall in einer Fleischfirma im Oldenburger Münsterland ist ein weiterer Betrieb vorläufig stillgelegt worden.

Ein Blick auf das Firmengelände der Fleisch-Krone-Feinkost GmbH.
Ein Blick auf das Firmengelände der Fleisch-Krone-Feinkost GmbH.

Nach einer Kontrolle des niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in der Firmenzentrale in Essen (Kreis Cloppenburg) habe die Behörde auch hier das Ruhen der Betriebszulassung angeordnet, sagte eine Sprecherin des Verbraucherschutzministeriums am Mittwoch in Hannover.

Ministerium und Landesamt prüften gemeinsam den Entzug der Betriebszulassung, weil die Zuverlässigkeit des Unternehmers infrage gestellt werde.

Der Unternehmer habe nicht belegen können, dass er bei Eigenkontrollen festgestellte Listerien-Funde der amtlichen Lebensmittelkontrolle gemeldet hatte. Dazu war er nach Verstößen gegen Hygienevorschriften verpflichtet worden.

Ob weitere belastete Produkte in den Handel gekommen sind, wird nach Angaben des Ministeriums noch geprüft.

Nach wie vor seien für Niedersachsen keine Listeriose-Fälle im Zusammenhang mit der Firma Fleisch-Krone Feinkost aus dem Oldenburger Land bekannt.

Unter Druck der Behörden hatte das Unternehmen am vergangenen Freitag den Rückruf von Fertigfrikadellen wegen Verunreinigungen mit Listerien veranlasst. Die Betriebserlaubnis für die Produktionsstätte in Goldenstedt (Kreis Vechta) war deswegen vorübergehend ausgesetzt worden.

Inzwischen hat das Landesamt gegen Verantwortliche der Firma bei der Staatsanwaltschaft Strafanzeige eingelegt.

Elektronenmikroskopische Aufnahmen von Listerien (Listeria monocytogenes) auf der Oberfläche einer Zelle.
Elektronenmikroskopische Aufnahmen von Listerien (Listeria monocytogenes) auf der Oberfläche einer Zelle.  © Manfred Rohde/Helmholtz-Zentrum für Infektionsfors

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