Wahnsinn! Lithium-Schatz im Osterzgebirge größer als erwartet

Zinnwald - Lithium ist heiß begehrt - etwa für High-Tech-Batterien oder Smartphones. Nun ist klar: Die Lithium-Vorräte im Osterzgebirge sind wesentlich größer als bisher gedacht!

Experten bei Probebohrungen unter Zinnwald: Die Vorräte sind größer als angenommen.
Experten bei Probebohrungen unter Zinnwald: Die Vorräte sind größer als angenommen.  © DPA/Wolfgang Thieme

Die Ergebnisse für das Lithium-Projekt in Zinnwald liegen nach diversen Probebohrungen vor: Demnach schlummert dort in der Erde Erz mit einem Lithiumgehalt von 124 974 Tonnen - 30 Prozent mehr als bisher angenommen.

Das teilte das kanadische Unternehmen Bacanora Lithium mit. Es ist zu 50 Prozent am Zinnwald-Projekt beteiligt - wie auch der insolvente Solarhersteller SolarWorld.

Bacanora-Chef Peter Secker sieht sich bestätigt, dass Zinnwald eines der fortgeschrittensten Lithium-Projekte in Europa sei.

Dank der strategisch günstigen Lage im Zentrum der Batterie- und Automobilindustrie könne Zinnwald ein größerer Lieferant für Europas schnell wachsende Elektroauto- und Energiespeicherindustrie werden. "Wir sind sehr daran interessiert, das Projekt umzusetzen", so Secker.

Die endgültige Machbarkeitsstudie soll im 2. Quartal 2019 vorliegen. Dann kann die Entscheidung fallen, ob tatsächlich ein Bergwerk gebaut wird.

Zuletzt wurde dem Unternehmen ein weiteres Schürfgebiet genehmigt, nämlich 295 Hektar in Falkenhain bei Zinnwald. Zudem bohrt Lithium Australia in Sadisdorf.

Schon seit Jahren werden die Lithium-Vorkommen im Osterzgebirge analysiert. Der weltweite Bedarf ist groß.
Schon seit Jahren werden die Lithium-Vorkommen im Osterzgebirge analysiert. Der weltweite Bedarf ist groß.  © dpa/Arno Burgi

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