Autistisches Mädchen bekommt bitterböse Weihnachts-Karte

Ellas Mutter stellte das Foto ihrer weinenden Tochter auf Facebook.
Ellas Mutter stellte das Foto ihrer weinenden Tochter auf Facebook.

Liverpool - Diese Weihnachtskarte ist ein wahrer Albtraum für die kleine Ella (9) gewesen. Die an Autismus leidende Schülerin bekam jetzt eine Karte voller böser Worte.

"An Ella, ich hasse dich", musste die Neunjährige aus Liverpool da lesen. Ein Schock für das Mädchen! Denn auch sonst hat sie kein einfaches Leben. In der Schule ist sie durch ihre Krankheit der Außenseiter, hat keine Freunde.

Umso größer war zunächst die Freude, als sie von ihren Klassenkameraden jede Menge Weihnachtskarten bekam. Endlich erlebte sie ein Gefühl der Zugehörigkeit, doch das endete in einem Desaster.

Ihre Mutter Jenna verfasste einen sehr emotionalen Facebook-Post, schrieb, wie sich ihre Tochter fühlte. Ella ging es so mies, dass sie sogar davon sprach, am liebsten zu sterben. "Das hat Ella zutiefst verletzt", so ihre Mutter, für die die Situation ebenfalls schwierig ist. Sie leidet mit ihrer Tochter.

Denn es ist nicht das erste Mal, dass Ella erfahren musste, wie sehr sie in der Schule ausgegrenzt wird. Ihre Mutter erzählte dem "Liverpool Echo", dass sie im Sommer bereits 32 Kinder zu ihrem Geburtstag eingeladen habe. Doch nur ein Kind kam auch wirklich.

Mittlerweile bekam Ella Besuch von zwei Klassenkameraden.
Mittlerweile bekam Ella Besuch von zwei Klassenkameraden.

Mit dem Facebook-Post hat sie ein wichtiges Ziel: "Ich möchte so viele positive Nachrichten wie möglich bekommen, um sie Ella morgen vorzulesen und ihr zu zeigen, wie toll sie ist!!! An die Eltern, bitte klärt eure Kinder über Klassenkameraden auf, die vielleicht zusätzliche Hilfe benötigen, lehrt ihnen, freundlich zu sein und Freude anstatt Traurigkeit zu verbreiten."

Und tatsächlich: Innerhalb kurzer Zeit schrieben ganz viele Menschen aus der ganzen Welt Jenna und Ella Nachrichten, um die Kleine wieder aufzubauen. Ein Restaurant lud die Familie sogar zu einem kostenlosen Essen ein, bei dem Ella ihre eigenen Milchshakes kreieren kann. Auch ein kostenloser Zoo-Besuch wurde ihr angeboten.

Mit so einem großen Zuspruch hatte die Familie gar nicht gerechnet, umso größer ist die Freude jetzt. Mittlerweile besuchten sie auch zwei andere Klassenkameraden, um sie mit Blumen zu überraschen.

Inzwischen hat sich auch die Mutter des Kindes gemeldet, die die böse Nachricht verfasste. "Ihr Vater und ich waren beschämt und empört über sie - so wurde sie nicht erzogen." Ihre Tochter hat sich bei Ella entschuldigt.


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