So war der Demo-Tag in Leipzig 56.962
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So war der Demo-Tag in Leipzig

Ganz Sachsen schaute am Samstag gespannt nach #Connewitz! "Die Rechte" marschierte durch die Stadt, 11 Gegendemos waren angemeldet. TAG24 berichtete im Liveticker. #le1803 #Leipzig
Die Polizei versuchte für Ruhe bei den Demonstranten zu sorgen.
Die Polizei versuchte für Ruhe bei den Demonstranten zu sorgen.

Leipzig - Die Partei "Die Rechte" marschierte am Sonnabend durch den Leipziger Süden (TAG24 berichtete). Den gut 150 Rechtsextremen stellten sich gut sechs Mal so viele Gegendemonstranten entgegen.

Mit einem Großaufgebot verhinderte die Polizei Ausschreitungen zwischen den beiden Lagern. Die Behörde hat eine hartes Durchgreifen gegen Randalierer angekündigt. Der Polizeieinsatz werde einer der größten in der jüngeren Vergangenheit sein, hieß es.

Am Rande einer Neonazi-Demonstration in Leipzig war es im Dezember 2015 zu schweren Ausschreitungen gekommen. Vermummte aus der linksradikalen Szene hatten Sicherheitskräfte mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern beworfen.

Die Beamten gingen daraufhin mit Wasserwerfern und Reizgas vor. 69 Polizisten wurden verletzt.

So berichtete TAG24 im Liveticker:

20.14 Uhr: Es befinden sich keine Personen mehr in Polizeigewahrsam, lässt die Polizeidirektion Leipzig verlauten.

19.55 Uhr: Dankbar und zufrieden blickt die Polizei Leipzig zurück auf diesen ereignisreichen Tag. 2.500 Beamte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Berlin und Brandenburg sorgten für einen geordneten und im Großen und Ganzen friedlichen Demo-Tag in Leipzig. Unterstützt wurden sie dabei von der Bundespolizei.

Das Fazit: Zwölf Straftaten nach dem Strafgesetzbuch und acht Straftaten nach dem Versammlungsgesetz. 15 Demonstranten kamen in Polizeigewahrsam, zwei Personen wurden in Haft genommen. Nur wenige Demonstranten fielen aus der Rolle, berichtet die Polizeidirektion Leipzig. So gab es eine Sitzblockade von zehn Gegendemonstranten beim Aufzug von Anhängern der Partei "Die Rechte", einzelne Würfe wassergefüllter Ballons, Steine und Böllern auf der Straße des 18. Oktober und Vermummungen im rechten Spektrum.

20 vermummte Linke bewarfen darüber hinaus Polizeibeamte und deren Fahrzeuge in der Arthur-Hoffmann-Straße, zündeten Pyrotechnik, versuchten sich am Barrikadenbau und riefen den Beamten Parolen wie "ACAB" zu. Andere Randalierer wollten Mülltonnen in der Brandvorwerkstraße entzünden, wurden dabei jedoch von den Einsatzkräften gestoppt, so dass ein Sachschaden vermieden werden konnte. Passanten und Anwohner unterstützten die Polizei darüber hinaus beim Rückbau von Barrikaden in Connewitz.

19.28 Uhr: Die Polizei macht langsam Feierabend.

19.24 Uhr: Von den 15 Personen, die die Polizei Leipzig am Nachmittag in Gewahrsam genommen hat, befinden sich noch drei auf der Wache in der Dimitroffstraße. Sie alle gehören dem linken Spektrum an.

18.44 Uhr: Die Polizei richtet sich erneut an die Demonstranten, da diese gegen Demonstrationsauflagen verstoßen. Die Linken führen Glasflaschen bei sich und sind teilweise vermummt.

18.34 Uhr: Weitere Pyrotechnik wird gezündet. Die Polizei ist in Bereitschaft, hält sich aber zurück.

18.32 Uhr: Auf den Straßenverkehr wirkt sich die Demonstration im Zentrum-Süd nicht aus.

18.20 Uhr: Die Linken zünden Böller vor der Polizeidirektion in der Dimitroffstraße. Die Polizeibeamten fordern die Demonstranten auf, das Zünden von Pyrotechnik zu unterlassen.

18.18 Uhr: Vor der Polizeidirektion Leipzig demonstrieren gut 100 bis 150 Anhänger des linken Spektrums für die Freilassung linker "Gefangener". Auch "Die Linke"-Politikerin Juliane Nagel ist unter den Demonstranten.

Juliane Nagel schließt sich der Demonstration vor der Polizeidirektion an.
Juliane Nagel schließt sich der Demonstration vor der Polizeidirektion an.

18.07 Uhr: Soeben hat die Polizei in Leipzig eine erste Einsatzbilanz gezogen. Demnach wurden insgesamt 15 Personen in Gewahrsam genommen. Ein Mann gehörte dem rechten Spektrum an, er hatte den "Hitler-Gruß" gezeigt. Die anderen Personen sind dem linken Spektrum zuzuordnen. Die gravierendste Straftat war ein schwerer Landfriedensbruch, begangen von 14 Linksextremisten. Nach Angaben der Polizei sollen sie versucht haben, Barrikaden zu bauen. Zudem bewarfen sie Beamte mit Steinen. Dabei wurden zwei Funkstreifenwagen beschädigt. Des weiteren gab es acht Verstöße gegen das Versammlungsgesetz, dabei handelte es sich überwiegend um illegale Vermummung von Demonstrationsteilnehmern beziehungsweise um das Mitführen verbotener Gegenstände (u.a. Reizgas). In jeweils drei Fällen fertigten Polizisten Anzeigen wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung.

17.12 Uhr: Deeskalation mit einem großen Kommunikationsteam, weitreichender Raumschutz, starke Streckenbegleitung und die Gegendemonstranten auf Sicht- und Rufweite an die rechte Demonstration heranlassen - das war die Einsatztaktik der Leipziger Polizei an diesem brisanten Demo-Tag. "Ich bin mit dem Einsatz sehr zufrieden, unsere Taktik ist voll aufgegangen", sagte Leipzigs Polizeipräsident Merbitz im Gespräch mit TAG24. Insgesamt seien zwanzig Hundertschaften und Spezialkräfte im Einsatz gewesen. "Ich freue mich aber auch darüber, dass der Gegenprotest heute überwiegend gewaltfrei verlief", schickte Merbitz ein Kompliment an das "bunte Leipzig".

Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz zeigte sich im Gespräch mit TAG24 mit dem Demo-Tag zufrieden.
Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz zeigte sich im Gespräch mit TAG24 mit dem Demo-Tag zufrieden.

17.10 Uhr: Die Antifa kündigt eine Kundgebung vor der Polizeidirektion Leipzig an.

16.43 Uhr: Die Polizei rüstet und zieht ab.

16:16 Uhr: Die LVB fährt wieder regulär. Auch der Pkw-Verkehr rollt wieder.

16:00 Uhr: Friedliche Gegendemonstranten kommen am Connewitzer Kreuz an. Viele strömen in die hiesigen Supermärkte und Bäckereien, um sich zu stärken.

Linke "erobern" die Brüstung vorm Werk II.
Linke "erobern" die Brüstung vorm Werk II.

15.57 Uhr: Der Verkehr rund um die Straße des 18. Oktober und die Kurt-Eisner-Straße wird bald wieder für den normalen Verkehr freigegeben.

15.55 Uhr: Die Polizei ist momentan recht zufrieden. Es kam zwar zu ein paar Festnahmen, im Großen und Ganzen sei es jedoch ruhiger geblieben, als erwartet.

15.45 Uhr: Es ist ruhig geworden. Hunderte Linke sind nun in Richtung Connewitz unterwegs.

15.35 Uhr: Mehrere Linke machen sich auf einem nahegelegenen Spielplatz gemütlich.

15.29 Uhr: Die Anhänger der Partei "Die Rechte" werden von der Polizei unterirdisch vom Bayrischen Platz gebracht.

Auf dem Bayrischen Platz befinden sich keine rechten Demonstranten mehr.
Auf dem Bayrischen Platz befinden sich keine rechten Demonstranten mehr.

15.20 Uhr: Unter den Rechten befinden sich auch mehrere Legida-Anhänger, darunter Mitbegründer Silvio Rösler.

Silvio Rösler (Mitte, blaue Kapuzenjacke)
Silvio Rösler (Mitte, blaue Kapuzenjacke)

15.17 Uhr: Die Rechte-Demo am Bayrischen Platz wurde soeben beendet.

15.10 Uhr: Gegendemonstranten an der Absperrung schicken Hunderte Seifenblasen in Richtung der Rechten-Demo.

15.08 Uhr: In der Fockestraße haben mehrere vermummte Linke Müllcontainer angezündet. An der Ecke Arthur-Hoffmann-Straße/Karl-Liebknecht-Straße wurden 14 Linke festgenommen, die versucht haben, Steine auf Polizisten zu werfen.

14.53 Uhr: Gegendemonstranten erwarten die Rechten am Bayrischen Platz.

14.52 Uhr: Am Bayrischen Platz beginnt die zweite Kundgebung der Rechten.

14.40 Uhr: Ein Böller fliegt Richtung Rechte.

14.33 Uhr: Anhänger der Partei "Die Rechte" werden beim Eintreffen auf dem Bayrischen Platz von linken Gegendemonstranten ausgepfiffen.

14.39 Uhr: Aus dem linken Kader fliegt ein Stein auf die vorbeiziehende rechte Menge.

14.32 Uhr: Die Gegendemonstranten sind nun nur noch wenige Meter entfernt von den Rechten auf der Straße des 18. Oktober.

14.28 Uhr: Nach wie vor sind nur 150 "Die Rechte"-Anhänger an der Demonstration beteiligt. Angekündigt waren 300 bis 400 Rechte.

14.22 Uhr: Deeskalationsteams wie dieses (Straße des 18. Oktober) sind gerade im ganzen Süden unterwegs.

14.15 Uhr: Die Zwischenkundgebung der Rechten an der Deutschen Nationalbibliothek ist beendet. Die Demo zieht nun in Richtung Bayrischer Platz weiter.

14.11 Uhr: Bis jetzt befinden sich zehn Personen im sogenannten Präventivgewahrsam, sagt Polizeisprecherin Maria Braunsdorf im Gespräch mit TAG24. Der Großteil davon stammt aus dem linken Lager, einer aus dem rechten. Bei einigen seien auch Elektroschocker gefunden worden.

14.07 Uhr: "Die Rechte"-Anhänger vor der Deutschen Nationalbibliothek.

14.03 Uhr: Polizeisprecher Andreas Loepki zieht bislang positive Bilanz.

14.00 Uhr: Das Wetter passt sich an: Regen und Hagel in Leipzig.

13.57 Uhr: SEK-Beamte stehen in der Straße des 18. Oktober bereit.

13.52 Uhr: Momentan gibt es zirka fünf- bis sechsmal mehr Gegendemonstranten. 150 Rechtsradikale nehmen derzeit an den Kundgebungen in der Südvorstadt teil.

13.45 Uhr: Gegendemonstranten rücken näher an die Rechten heran. Die Polizei fordert Verstärkung an. Die Beamten schirmen aktuell noch eine Gruppe von rund 300 schwarzbekleideten Demo-Teilnehmern in der Philipp-Rosenthal-Straße ab.

13.45 Uhr: Das Ordnungsamt der Stadt Leipzig misst die Lautstärke der Demonstration und fordert die Rechten auf, sich leiser zu verhalten.

13.42 Uhr: Der Vorsitzende des Landesverbandes Bayern der Partei "Die Rechte", Philipp Hasselbach.

13.38 Uhr: Die Partei "Die Rechte" pocht auf ihr Recht, trotz Verbots durch Connewitz zu marschieren. Diese Forderung wurde gestern von der höchsten Instanz, dem Oberverwaltungsgericht in Bautzen, abgelehnt.

13.36 Uhr: Sitzblockade in der Straße des 18. Oktober.

13.33 Uhr: Die Gegendemonstranten rufen die Polizei zur Beruhigung auf und pochen auf 50 Meter Abstand.

13.31 Uhr: Die Kundgebung an der Nationalbibliothek wird von Protestrufen, Pfiffen und "Haut ab!"-Parolen begleitet.

13.30 Uhr: Die Reiterstaffel der Polizei kontrolliert den Bayrischen Platz.

13.22 Uhr: Der Aufzug der Rechten geht weiter.

13.20 Uhr: Der Aufzug der Rechten wurde wegen Vermummung von der Polizei gestoppt.

13.19 Uhr: Die Gegendemonstranten auf der Kurt-Eisner-Straße.

13.11 Uhr: Die Partei "Die Rechte" bringt sich auf der Kurt-Eisner-Straße in Stellung.

13.09 Uhr: Die Antifa warnt linke Demonstranten vor der Live-Überwachung durch die Polizei.

13.05 Uhr: Friedliche Gegendemonstration auf dem Gelände der Distillery mit Live-Musik in der Nähe der Rechten.

13.00 Uhr: Drei Hubschrauber kreisen über Leipzig. Auf der Kurt-Eisner-Straße werden mehrere Personenkontrollen durchgeführt.

12.51 Uhr: Die Polizei hat auf der Karl-Liebknecht-Straße knapp ein halbes Dutzend Linke festgenommen, die dabei waren, Steine aufzusammeln. Laut Polizeisprecherin Maria Braunsdorf wurden die Identitäten festgestellt und die Personen in Gewahrsam genommen.

12.48 Uhr: Die Antifa warnt vor Polizisten in Zivilbekleidung.

12.45 Uhr: Ein paar Linke versuchen, zu dem rechten Demo-Zug zu gelangen. Die Polizei konnte die Ausbrüche bislang verhindern.

12.40 Uhr: Weite Teile der Südvorstadt sind nun für Pkw und öffentliche Verkehrsmittel gesperrt.

12.12 Uhr: Wie TAG24 aus dem Lagezentrum der Polizei erfuhr, gab es gestern Abend mehrere Festnahmen. Unter anderem wurden vier Linksextremisten aus Hamburg auf der Demo-Route der Rechten, der Straße des 18. Oktober, festgestellt. Laut Angaben der Polizei hatten sie Pfefferspray und Gesichtsmasken bei sich.

12.10 Uhr: Im Zugverkehr gab es bisher keine Störungen. Die Bundespolizei hat seit dem frühen Morgen Hubschrauber im Einsatz, die die Gleisanlagen auf mögliche Anschläge kontrollieren. Zudem wurde die Streifentätigkeit verstärkt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt befinden sich etwa zwei Dutzend Teilnehmer der Rechten-Demo in Wartestellung im Leipziger Hauptbahnhof.

12.05 Uhr: Demozug auf der Karl-Liebknecht-Straße

12.00 Uhr: Demozug "platznehmen" erreicht Kurt-Eisner-Straße/Semmelweisstraße.

11.50 Uhr: Der Leipziger Polizeipräsident Bernd Merbitz meldet sich zu den Demos zu Wort.

11.45 Uhr: Polizei setzt Pfefferspray ein! Linke versuchen eine Straßensperre zu durchbrechen, um zur Strecke der Rechten zu gelangen.

11.30 Uhr: Laut Polizei wurde am Volkshaus eine Person vorläufig festgenommen, die den Hitlergruß gezeigt hatte.

Fotos: Christian Essler, Alexander Bischoff, Frank Schmidt, Ralf Seegers, Birthe Kleemann

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