Zu viel Haarspray zerbombte dieses Haus

Experten untersuchten gestern den Explosionsort
im Haus.
Experten untersuchten gestern den Explosionsort im Haus.  © Tino Plunert

Radebeul - Es war doch eine Gasexplosion, durch die am Samstagfrüh ein Haus in der Rathausstraße in Weinböhla in die Luft flog (TAG24 berichtete)!

Eine Haarspraydose war der Auslöser, wie Experten des LKA feststellten.

Ilona B. (55), die im ersten Stock des Hauses lebte, hatte am Morgen Haarspray benutzt. Außerdem standen zahlreiche weitere Spraydosen auf dem Waschtisch, der in eine Küchenzeile integriert war. Das entstandene Gas-Luft-Gemisch hatte sich nach Gebrauch im Raum ausgebreitet und entzündet.

„Die genaue Zündquelle ist derzeit noch unklar. In Frage kommt insbesondere ein Warmwasserboiler, der sich ebenfalls in dem Raum befand“, so Polizeisprecher Thomas Geithner (43).

„Die Dresdner Polizei ermittelt nun wegen des fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.“

Während Ilona B. (55) derzeit verletzt in einer Spezialklinik in Leipzig im künstlichen Koma liegt, blieb ihre Mutter Christa (78) unverletzt und wurde vorerst in eine Pflegeeinrichtung gebracht.

Die Nachbarin Bettina Gnadt-Oddoy (46), die sofort eine Sammlung für die beiden Damen initiierte, war „platt“, als sie hörte, wie es zu dem Unglück kam und hofft, dass noch viel Hilfe für die Opfer zusammen kommt.

Eine Haarsprayflasche löste die Explosion aus.
Eine Haarsprayflasche löste die Explosion aus.  © Tino Plunert

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