Nach Unfall mit drei Toten: Zweieinhalb Jahre Knast für Lkw-Fahrer

Eine Motorradfahrerin und ein Wagen rasten noch in die Unfallstelle.
Eine Motorradfahrerin und ein Wagen rasten noch in die Unfallstelle.

Rheine - Nach einem Unfall mit drei Toten auf einer Bundesstraße im Münsterland (TAG24 berichtete) ist ein Lastwagenfahrer zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden.

Der 24-Jährige hatte nach Feststellungen des Amtsgerichts Rheine übermüdet am Steuer gesessen. "In einem Bereich, wo man Bewährung geben kann, kann man unserer Ansicht nach in diesem Fall nicht kommen. Dafür ist der Sorgfaltspflicht-Verstoß zu groß", sagte die Richterin am Dienstag. Der Lastwagenfahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen verurteilt.

Das Gericht folgte damit dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Außerdem wird dem Angeklagten der Führerschein entzogen und er erhält eine Sperre für eine neue Fahrerlaubnis von zweieinhalb Jahren. Die Verteidigung will gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen.

Mit seinem Anwalt Dirk Röttgering hört sich der Angeklafte W (re.) das Urteil an.
Mit seinem Anwalt Dirk Röttgering hört sich der Angeklafte W (re.) das Urteil an.

Für den Fahrer sei erkennbar gewesen, dass er übermüdet war, trug die Richterin vor. Er hätte während der Fahrt an mehreren Stellen anhalten können. Das sei jedoch nicht geschehen. Damit habe der Fahrer seine Sorgfaltspflichten in grober Weise verletzt.

Der Lastwagenfahrer war Anfang September 2016 auf der Bundesstraße 54 mit einem Futtermittel-Transporter bei Altenberge nahe Münster ins Schleudern geraten und über eine Mittelplanke aus Beton in den Gegenverkehr gerutscht.

Bei dem Unfall wurden drei Menschen getötet, mehrere wurden schwer verletzt.


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