Oma (99) bewahrt bei Feuer-Inferno kühlen Kopf

Löbau - Ein Feuerinferno in Dürrhennersdorf nahe Löbau kostete Bewohnerin Hildegard M. (99) ihr Haus und gesamtes Hab und Gut - aber nicht ihr Leben! Als das Feuer in ihrer Küche ausbrauch, machte die Seniorin alles richtig.

Großeinsatz in Dürrhennersdorf: Die Kameraden löschten mehrere Stunden bis in die Nacht.
Großeinsatz in Dürrhennersdorf: Die Kameraden löschten mehrere Stunden bis in die Nacht.  © Lausitznews.de / Philipp Mann

"Sie drückte noch den Notknopf ihres Alarmgerätes vom Pflegedienst und sagte: Bei mir brennt's - und floh dann in Pantoffeln mit Rollator nach draußen", berichtet Sohn Erhard (64) am Tag nach dem Brand.

"Als wir am Haus ankamen, löschten Nachbarn mit dem Feuerlöscher, aber es war schon zu spät."

Die Flammen wüteten in dem uralten Haus (vor 1900 mit Holz und Lehm gebaut), fraßen sich vom Erdgeschoss bis ins Dach. 89 Kameraden mit 18 Fahrzeugen eilten herbei.

"Wir verhinderten ein Übergreifen der Flammen in nahe stehende Gebäude, löschten bis zwei Uhr nachts", sagt Gruppenführer Mathias Mix (54) von der Freiwilligen Feuerwehr Dürrhennersdorf. Das Haus war nicht zu retten, ist einsturzgefährdet.

Immerhin blieben alle unverletzt - auch die rüstige Uroma Hildegard, die schon seit 80 Jahren im Haus wohnte. "Sie ist bei Verwandten im Ort untergekommen und wird versorgt", sagt Sohn Erhard.

"Es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Aber sie ist traurig und weint, hat Haus und alle ihre Sachen verloren." Bürgermeister Albrecht Gubsch (53, parteilos): "Wir stehen für Hilfe bereit." Möglich, dass ein technischer Defekt das Inferno auslöste. Die Polizei ermittelt.

Die Flammen fraßen sich bis durchs Dach. Der Schaden beträgt mehr als 25.000 Euro
Die Flammen fraßen sich bis durchs Dach. Der Schaden beträgt mehr als 25.000 Euro  © Norbert Neumann

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