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Er wollte ein Menschenleben retten und wurde dabei zum Krüppel

Seit seinem schlimmen Autounfall auf der A4, sitzt dieser Schriftsteller im Rollstuhl. Hier seine bewegte Lebensgeschichte, die er jetzt in einer Autobiografie verarbeitet.

Von Antje Ullrich

Vor seinem Unfall war Sven Scheunig ein richtiger Frauenschwarm.
Vor seinem Unfall war Sven Scheunig ein richtiger Frauenschwarm.

Löbau - Sven Scheunig (47) ist ein Mann direkter Worte: „Ich bin ein Krüppel. Da muss man nichts schön reden“, sagt er trocken. Im August 1990 war der gelernte Motorenschlosser auf der A 4 schwer verunglückt. Er wollte bei einem Autounfall helfen, rettete sogar ein Menschenleben. 

Doch dann geschah ein Unglück und er wurde selbst zum Opfer. Ärzte prognostizierten ihm ein Leben im Rollstuhl. 

Dagegen kämpft er seit nunmehr 26 Jahren tapfer an, verarbeitete das Geschehene in seiner Autobiografie "Krüppelmemoiren". 

Ein mildes Lächeln: Wenn man Sven Scheunig (47) so sieht, glaubt man kaum, 
was für eine Odyssee an Qualen er bereits hinter sich hat.
Ein mildes Lächeln: Wenn man Sven Scheunig (47) so sieht, glaubt man kaum, was für eine Odyssee an Qualen er bereits hinter sich hat.

3. August 1990. 

Die Mauer war gefallen und die große Freiheit lockte. 

Auch Sven Scheunig folgte diesem Ruf, machte sich mit zwei Freunden auf den Weg nach Augsburg. 

Dort wollte das Trio Karten für ein Trash-Metal-Konzert besorgen. Von Löbau kommend, fuhren sie am Burkauer Berg auf die Autobahn. Es war schon dunkel. Plötzlich krachte es hinter ihnen. Sie stoppten.

Sven zögerte nicht, sprang aus dem Auto und eilte zum Unfallauto. Dort zog der gebürtige Görlitzer zunächst die Beifahrerin heraus, wollte dann dem Fahrer helfen, als es passierte: Ein weiteres Auto schleuderte in die Unfallstelle, erwischte Sven. "Ich dachte, das war‘s", erinnert er sich.

Eigentlich mag er ihn nicht! Doch nach Unfällen und Operationen ist Sven 
Scheunig auf seinen Rollator angewiesen.
Eigentlich mag er ihn nicht! Doch nach Unfällen und Operationen ist Sven Scheunig auf seinen Rollator angewiesen.

Ein Leben im Rollstuhl?

Der damals 21-Jährige überlebte schwer verletzt. 

Erst Wochen später wachte er im Krankenhaus auf. Diagnose: Schädel-Hirn-Trauma dritten Grades aufgrund von Schädelbrüchen mit Hirnquetschungen und -blutungen. Er konnte nicht mehr laufen, sprach nur schwer verständlich (Aphasie). „Die Ärzte meinten, ich würde für immer im Rollstuhl sitzen“, erzählt Sven Scheunig.

Das wollte er nicht hinnehmen. Noch im Krankenhaus begann er zu trainieren – erst aufstehen, dann erste Schritte mit Krücken. Bald konnte er ohne Hilfsmittel laufen. 

"Das sieht dann etwas torkelnd aus und die Leute denken, ich wäre betrunken", bedauert er. "Als Behinderter ist man eben immer dumm und blöd."

Doch er kämpfte weiter, begann seine Erlebnisse aufzuschreiben: vom Unfall, dem Fernbleiben seiner Freunde, Frauenbekanntschaften, Vorurteile und die Isolation. Seine "Krüppelmemoiren" entstanden. 

1996 schrieb er sich sogar für ein Germanistikstudium an der TU Dresden ein. Während dieser Zeit schrieb er sein Buch nochmal komplett um.

Mit seinem Liegefahrrad war Scheunig viel unterwegs. Doch Autofahrer 
übersahen ihn regelmäßig.
Mit seinem Liegefahrrad war Scheunig viel unterwegs. Doch Autofahrer übersahen ihn regelmäßig.

Herbe Rückschläge

Es schien endlich wieder bergauf zu gehen für Sven Scheunig. Doch es folgten herbe Rückschläge. Unfälle, vor allem mit seinem Liegefahrrad, und eine misslungene Operation am Kopf im Jahr 2004 warfen ihn zurück. Er musste sein Studium aufgeben. Inzwischen hört er schlecht, kann kaum ohne Hilfe laufen, benutzt einen Rollator. Starke Schmerzen quälen ihn jeden Tag. Therapien schlagen kaum noch an.

Kraft in dieser schweren Zeit geben ihm seine Freundin Heide (66), mit der er seit zwölf Jahren befreundet ist, ihm im Alltag hilft und pflegt, sowie seine Schriftstellerei und Schauspielerei. 

So gründete er 2013 die Gruppe „Don Quixotes Erben“, die von ihm geschriebene Kurzgeschichten präsentiert.

Ohne Computer könnte der Schriftsteller keine Bücher schreiben. Zu schlecht 
ist seine Motorik.
Ohne Computer könnte der Schriftsteller keine Bücher schreiben. Zu schlecht ist seine Motorik.

Nur zwei Wünsche

Und so hat Sven Scheunig nur zwei Wünsche: "Dass meine Schmerzen weg sind und ich auf der Bühne stehen kann", sagt der EU-Rentner, der in einer Ein-Raum-Wohnung in Dresden-Friedrichstadt lebt. 

An seiner Entscheidung vor 26 Jahren würde er hingegen, trotz all der Qualen, niemals rütteln. "Ich würde es immer wieder tun. Das ist einfach selbstverständlich", sagt er. 

Die Frau, die er damals gerettet hatte, dankte ihm später für seine Heldentat. Der Fahrer hatte nicht überlebt.

Fotos: privat, Eric Münch

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