Vandalen zerstören DDR-Wagons!

In diesem Zug der Ostsächsischen Eisenbahnfreunde in Löbau tobten sich Vandalen aus. Vereinsmitglied Hans-Günther Besser ist entsetzt.
In diesem Zug der Ostsächsischen Eisenbahnfreunde in Löbau tobten sich Vandalen aus. Vereinsmitglied Hans-Günther Besser ist entsetzt.

Von Andrzej Rydzik

Löbau - Blinde Zerstörungswut stellt den Verein der Ostsächsischen Eisenbahnfreunde vor gehörige Probleme: Offenbar zwei junge Männer haben in drei historischen DDR-Waggons wilde Sau gespielt. Scheiben und Türen zerschlagen, die Innenverkleidung rausgefetzt. Ohne Hirn mehr als 10 000 Euro Schaden angerichtet!

Entsetzen und Frust sind bei den Vereinsmitgliedern groß angesichts der Schäden. Die beiden Täter waren auf dem Gelände am Löbauer Bahnhof unterwegs, knackten einen der Waggons eines dort abgestellten Zuges.

„Weil wir die Wagen für den ständigen Einsatz brauchen, waren sie besonders gesichert“, so Vereins-Chef Alfred Simm (61).

Die Vandalen rissen unter anderem Verkleidungen in drei DDR-Waggons raus.
Die Vandalen rissen unter anderem Verkleidungen in drei DDR-Waggons raus.

„Offenbar haben die Vandalen mit einer zurückgelassenen Eisenstange zunächst einige Übersatzfenster zerstört, die Verkleidung auch rausgerissen. Anschließend haben sie die mit Ketten gesicherten Zwischentüren der Waggons zerschlagen.“

Ein Vereinsmitglied, das nicht ganz zufällig auf dem Gelände war, hörte Knallgeräusche, sah schließlich zwei Männer vom Zug weglaufen. Er verfolgte sie, konnte die Vandalen aber nicht fassen.

„Wir werden ständig von Graffiti gebeutelt, kontrollieren deshalb Tag und Nacht die Züge. Aber der jetzige Schaden setzt allem die Krone auf. Drei DDR-Reisezugwagen sind vorerst nicht einsatzfähig, völlig verwüstet“, sagt der Vereins-Chef restlos bedient.

Ermittler der Bundespolizei haben sich des Falles angenommen.

Fotos: Christian Essler, TNN


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