"Löcher in die Gasleitung gemacht": Familienvater muss wegen Kommentars hinter Gitter

Nürnberg - Ein 42 Jahre alter Mann aus Schwabach bei Nürnberg muss nach einem volksverhetzenden Kommentar im Internet für sechs Monate ins Gefängnis.

Wegen seines Kommentars muss der Familienvater nun sechs Monate ins Gefängnis. (Symbolbild)
Wegen seines Kommentars muss der Familienvater nun sechs Monate ins Gefängnis. (Symbolbild)  © Daniel Naupold/dpa

Die 14. Strafkammer am Landgericht Nürnberg-Fürth bestätigte in zweiter Instanz ein Urteil des Amtsgerichtes Schwabach. Ein Justizsprecher bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht des Portals nordbayern.de.

Der Familienvater hatte im Netz einen Artikel der Zeitung "Ruhr-Nachrichten" kommentiert, in dem es um einen Aufruf zur Hilfe bei der Einrichtung einer Flüchtlingsunterkunft ging.

"Also wenn die noch nicht fertig sind, würd ich mich zur Verfügung stellen die Heizung zu installieren! Ups da hab ich doch glatt aus versehen n paar Löcher in die gasleitungen gemacht. Sorry..:-)"

Der Mann beteuerte vor Gericht, er habe seinen Kommentar witzig gefunden und ihn im stark alkoholisierten Zustand geschrieben. Er habe persönlich nichts gegen Flüchtlinge.

Das Gericht bestätigte jedoch das Urteil das Amtsgerichts Schwabach. Belastend kam für den Angeklagten hinzu, dass er bereits Vorstrafen hatte.

Vor rund zwei Jahrzehnten war er erwischt worden, als er Visitenkarten mit Hakenkreuzen darauf verteilte.

Der 42-Jährige hatte einen Post der "Ruhr-Nachrichten" im Internet kommentiert. (Symbolbild)
Der 42-Jährige hatte einen Post der "Ruhr-Nachrichten" im Internet kommentiert. (Symbolbild)  © Tobias Hase/dpa

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